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Affäre Vincenz Raiffeisen-Chef Gisel erhält Rückendeckung

Legende: Video Raiffeisen Bank stellt sich hinter CEO Gisler abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 09.03.2018.
  • Raiffeisen-Chef Patrik Gisel erhält den Rückhalt des Verwaltungsrats.
  • Der interimistische Verwaltungsratspräsident Pascal Gantenbein sprach Gisel an einer Medienkonferenz sein vollstes Vertrauen aus.

«Dem Verwaltungsrat der Raiffeisen liegen keine Anhaltspunkte vor, dass Patrik Gisel in Transaktionen involviert gewesen wäre, die ihn belasten würden», erklärte Gantenbein.

Am Donnerstagabend hatte der bisherige Verwaltungsratspräsident Johannes Rüegg-Stürm sein Amt niedergelegt. Begründet wurde dieser Schritt mit den jüngsten Entwicklungen in Zusammenhang mit dem eingeleiteten Strafverfahren gegen den ehemaligen Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz sowie dem noch immer laufenden Verfahren der Finanzmarktaufsicht Finma gegen Raiffeisen Schweiz.

Rüegg-Stürm wollte «Zeichen setzen»

Rüegg-Stürm erklärte an der heutigen Medienkonferenz, dass mit seinem Rücktritt die Vergangenheit «unbelastet abgeklärt werden kann»: «Viele Genossenschafter und Kunden sind irritiert, enttäuscht und frustriert über das, was zu Tage getreten ist», sagte Rüegg-Stürm.

Er habe überlegt, wie die aktuelle Krise beigelegt werden könne und wolle mit diesem Schritt nun Verantwortung übernehmen. «Wir setzen ein Zeichen, dass wir die Situation nutzen, um die Zukunftsfähigkeit zu stärken», sagte Gantenbein.

Ex-CEO Vincenz sitzt seit letzter Woche in Untersuchungshaft. Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher ungetreuer Geschäftsbesorgung. Vincenz soll bei Firmenübernahmen der Kreditkartengesellschaft Aduno und der Investmentgesellschaft Investnet ein Doppelspiel gespielt und persönlich abkassiert haben. Aduno reichte im letzten Dezember Anzeige ein.

Zuvor hatte Ende Oktober die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) ein Verfahren zu Corporate-Governance-Themen gegen Raiffeisen eingeleitet.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Asher Meng (Ashi)
    Herr Gisel hat als Stv. alles gewusst was Vincenz so gedreht hat ohne den VR zu orientieren. Vincenz Gier und Machtgelüste hätte man schon viel früher stoppen müssen. Aber Erfolg und Wachstum blendet. Herr Gisel bitte abtreten.
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  • Kommentar von N K (nk)
    Ausserdem denke ich haben die Machenschaften von Herrn Vincenz herzlich wenig mit diesen „illegalen Gebühren“ für Auslandschweizer zu tun.
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  • Kommentar von Andy Schmid (andy)
    Es geht nicht um allenfalls in Transaktionen involviert sein. Es geht wohl eher um mögliche Mitwisserschaft und Verschweigen. Gisel war kur vor Vincenzen's Abgang während dessen Sabbatical monatelang allein am Ruder mit Einsicht in Alles. Meine lokale Raiffeisen Filiale warnte ich vor Jahren vor Vincenz - aber wie sollte das ein kleiner Kaderangestellter schon verstehen. Heute leide ich als Gensossenschafter und Auslandschweizer unter illegalen Gebührenbelastungen und mir fehlt die Energie.
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    1. Antwort von N K (nk)
      Das würde mich au interessieren, wie sehr Sie als Genossenschafter darunter leiden. Sofern ich weiss bekommen Sie Ihre GV Einladung dennoch, geschweige den ist Ihr Vermögen überhaupt nicht beinflusst worden.
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    2. Antwort von Andy Schmid (andy)
      nk: Ilegale Gebührenbelastungen haben herzlich wenig mit GV Einladungen zu. Für Mitgliederkonti versprach Raiffeisen immer "absolut spesenfrei". Mir werden neben Ktoführungsgebühren und Porto monatlich CHF 25 als illegale Pauschalgebühr belastet. Das sind CHF 300 p.a., die sehr wohl mein Vermögen kleinern. Die Gebühren für Ausland CHer werden mit angeblich besonderem Aufwand begründet. Dies ist als Pauschale illegal, da besonderer Aufwand detailliert nachgewiesen werden muss. Noch Fragen?
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    3. Antwort von N K (nk)
      Herr Schmid, wenn es mich nicht ganz täuscht, ist die Raiffeisenbank eine Bank, welche Regional tätig ist. Die Gebühren für nicht Domizil CH/LI ist im Gebührenprospekt der Raiffeisenbanken ausgewiesen. Die Kontoführungsgebühren sind explizit kostenlos. Mit dem Mehraufwand für Auslandkunden müssten vielleicht die Auflagen beachtet werden, welche eine regional tätige Bank hat. Vielleicht sollten Sie mit diesem Anliegen direkt bei Ihrer Raiffeisen vorsprechen.
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