Air-France-Piloten beenden ihren Streik

Die Pilotengewerkschaft SNPL gibt ihren rund zweiwöchigen Streik auf. Passagiere der Air France müssen sich aber noch eine Zeit lang auf Behinderungen einstellen.

Streikender Air-France-Pilot spricht an einer Kundgebung mit einem Passanten

Bildlegende: Für die Air-France-Piloten heisst es wieder fliegen statt reden. Keystone

Obwohl die Verhandlungen zwischen der Fluggesellschaft Air France und ihren Piloten weiterhin festgefahren sind, wollen diese ihren Streik beenden. Die Pilotengewerkschaft SNPL kündigte am Sonntagmittag das Ende ihrer Aktion an. Die Gespräche waren in der Nacht zum Samstag abgebrochen worden.

Besseres Gesprächsklima schaffen

Ein Sprecher der Gewerkschaft sagte, diese wolle die Diskussionen in einem «ruhigeren Rahmen» fortsetzen. Sie übernehme nun «Verantwortung», indem sie den Arbeitskampf beende.

Kurz vor der Ankündigung hatte Air France erklärt, dass wegen des anhaltenden Streiks am Sonntag voraussichtlich mehr als die Hälfte der Flüge gestrichen werden müssten. Bis sich der Flugverkehr der französischen Airline wieder normalisiert, dürfte es noch etliche Stunden dauern.

Fronten sind verhärtet

In den Streik getreten waren die Piloten wegen Plänen für den europaweiten Ausbau der Billigtochter Transavia. Obwohl Air France dieses Projekt mittlerweile begraben hat, kommen die Verhandlungen nicht voran.

Die Pilotengewerkschaft und die Konzernleitung werfen sich mangelnde Kompromissbereitschaft vor. Den Vorschlag der Gewerkschaft, den Streik durch die Ernennung eines Vermittlers zu beenden, lehnte die Geschäftsführung und die französische Regierung ab.