Alibaba-Aktie: Gewinnsprung zum Auftakt

Das Warten hat sich gelohnt: Der Kurs der Aktie des chinesischen Onlineriesen startete bei 92,70 US-Dollar. Der Börsengang des Unternehmens ist also wie erwartet ein Erfolg. Zum Schluss des US-Handels notierte der Anteilsschein gar bei 93,89 US-Dollar - ein Plus von über 38 Prozent.

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Börse im Alibaba-Fieber

2:56 min, aus Tagesschau vom 19.9.2014

Experten hatten den Startpreis der Alibaba-Aktie sehr gut eingeschätzt: Seine Erstnotiz lag kurz vor 18 Uhr bei 92,70 US-Dollar – eine Steigerung von rund 36 Prozent im Vergleich zum angebotenen Preis von 68 Dollar. Der chinesische Internetriese Alibaba ist am Nachmittag mit seinen Anteilsscheinen mit dem Kürzel «BABA» in den Handel an der New Yorker Börse gestartet.


Investoren reissen sich um Alibaba-Papiere

1:31 min, aus Heute um Fünf vom 19.09.2014

Der Börsengang des Onlinehändlers wurde mit Spannung erwartet. Das Unternehmen hatte seine Aktien am Vortag zum Preis von 68 US-Dollar angeboten. Der chinesische Konzern – eine Mischung aus Amazon und Ebay – hat damit 21,8 Milliarden Dollar eingenommen. Das Ziel sind rund 25 Milliarden Dollar – es ist der grösste Börsengang der Geschichte. Noch nie hat ein Unternehmen bei seinem Börsendebüt mehr Geld bei Investoren einnehmen können.

Sturm auf die Aktien

Viele Investoren hatten weniger Anteilsscheine als erhofft ergattert, massenweise waren Investoren leer ausgegangen – weswegen sie praktisch Schlange standen, um auf dem offenen Parkett zu kaufen.

Getreu seinem Motto «Customers first» liess Alibabas charismatischer Unternehmensgründer Jack Ma beim Börsendebüt seiner Kundschaft den Vortritt: Die Eröffnungsglocke der New Yorker Börse betätigte nicht er, sondern liess acht Alibaba-Kunden den Handel einläuten. Doch in der Zwischenzeit hatte sich der als Exzentriker bekannte Ma laut der SRF-Börsen-Korrespondentin in New York, Miriam Braun, bereits verabschiedet.

«Riesenspektakel auf dem Parkett»

Andere an der Wall Street warteten hingegen gespannt auf die Erstnotiz, seit Eröffnung war die Stimmung ausgelassen. «Es ist ein Riesenspektakel hier auf dem Parkett, die Händler warten gespannt vor dem Ticker», berichtete Braun.


Alibaba – das grosse Thema an der Wall Street

2:47 min, aus SRF 4 News aktuell vom 19.09.2014

Bei der Vorabzeichnung hatte es mehrere Millionen Interessenten gegeben – offenbar wollten auch sie nun beim bisher grössten Börsengang der Geschichte mittun.

Alibaba wird an der Wall Street trotz seiner Grösse ein Exot sein. Ausserhalb Chinas war der Konzern bislang vergleichsweise unbekannt. Die Konzernstruktur mit etlichen Beteiligungsverzweigungen und verstrickten Eigentumsverhältnissen ist für Aussenstehende nur schwer zu durchblicken. Ausserdem kritisieren Analysten die Machtballung im engen Führungszirkel um Gründer Jack Ma.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Wie Internetriese Alibaba China und die Welt erobert

    Aus 10vor10 vom 17.9.2014

    In China steht Alibaba für den erfolgreichsten Internethändler und charismatischen Gründer Jack Ma. Die Aktien des chinesischen Internetgiganten werden nun in New York an der Börse gehandelt. Alibabas Börsengang ist grösser als der von Facebook und oder Google.

  • Jack Ma: Der Mann hinter «Alibaba»

    Aus Tagesschau vom 16.9.2014

    «Alibaba», Chinas grösstes Onlineportal, steht vor dem Börsengang. Aufgebaut wurde der Handelsgigant vom ehemaligen Englischlehrer Jack Ma. Der Multimillionär wird in der Heimat gefeiert wie ein Rockstar und von seinen Weggefährten als verrücktes Genie bezeichnet.

  • Der chinesische Online-Handelskonzern Alibaba will gross hinaus an der Wallstreet.

    Das Geschäft mit dem Börsengang von Alibaba

    Aus Echo der Zeit vom 8.9.2014

    Die Aktien des chinesischen Internetkonzerns Alibaba sollen den Banken über 21 Milliarden Dollar bringen - mehr als je zuvor ein Börsengang. Eine der Banken, die für Alibaba um Investoren wirbt, ist die Credit Suisse. Ein gutes Geschäft zeichnet sich ab.

    Jan Baumann

  • Alibaba und die chinesischen Milliarden

    Aus Echo der Zeit vom 7.5.2014

    Alibaba steht in 1001 Nacht - und derzeit an der New Yorker Wallstreet - für ein märchenhaftes Vermögen. Der Börsengang des chinesischen Internet-Giganten könnte zum grössten der Geschichte werden.

    Samuel Emch