Alpiq schreibt erneut rote Zahlen

Der Schweizer Energiekonzern muss erneut einen deutlichen Abschreiber verzeichnen. Die Firma schreibt einen Verlust von rund 890 Millionen Franken.

Alpiq-Logo.

Bildlegende: Alpiq: ein weiterer Konzern, der unter dem starken Franken leidet. Keystone

Der Energiekonzern Alpiq schliesst das erste Halbjahr 2015 tief in den roten Zahlen ab. Unter dem Strich beläuft sich der Verlust auf 886 Millionen Franken. Der Umsatz brach von 4,1 Milliarden auf 3,3 Milliarden Franken ein.

Gründe für den schlechten Geschäftsgang sind tiefe Grosshandelspreise und der starke Franken. Die Aufwertung des Frankens führte zudem zu Wertberichtigungen und Rückstellungen von 834 Millionen Franken. Diese Bilanzkorrekturen wurden insbesondere bei den Schweizer Wasserkraftwerken fällig, wie Alpiq mitteilte.

Schwache Performance der Nuklearfonds

Weitere Faktoren, die das Finanzergebnis schmälerten, sind ein Anleihenrückkauf für 28 Millionen Franken, das Zinsumfeld sowie die schwache Performance der Nuklearfonds. Vor Sondereinflüssen resultierte damit ein Minus von 52 Millionen Franken.

Für das Gesamtjahr sieht sich Alpiq durch die tiefen Grosshandelspreise und den starken Franken herausgefordert. Das Kostensparprogramm von 100 Millionen Franken ist gemäss Communiqué auf Kurs. Es soll die negativen Effekte auf die Erfolgsrechnung teilweise ausgleichen. Alpiq rechnet – Abschreibungen nicht mitgerechnet – mit einem tieferen Resultat als im Vorjahr.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • CEO Jasmin Staiblin an der Generalversammlung der Alpiq Holding AG am 30. April 2015.

    Alpiq schreibt tiefrote Zahlen

    Aus Rendez-vous vom 28.8.2015

    886 Millionen Verlust im ersten Halbjahr 2015 und über 900 Millionen im Jahr zuvor: Das bringt Jasmin Staiblin, die Chefin von Alpiq, in Erklärungsnot. Seit drei Jahren leitet sie den Stromkonzern. Wie erklärt sie sich?

    Klaus Ammann