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Wirtschaft Alpiq schreibt erneut rote Zahlen

Der Schweizer Energiekonzern muss erneut einen deutlichen Abschreiber verzeichnen. Die Firma schreibt einen Verlust von rund 890 Millionen Franken.

Alpiq-Logo.
Legende: Alpiq: ein weiterer Konzern, der unter dem starken Franken leidet. Keystone

Der Energiekonzern Alpiq schliesst das erste Halbjahr 2015 tief in den roten Zahlen ab. Unter dem Strich beläuft sich der Verlust auf 886 Millionen Franken. Der Umsatz brach von 4,1 Milliarden auf 3,3 Milliarden Franken ein.

Gründe für den schlechten Geschäftsgang sind tiefe Grosshandelspreise und der starke Franken. Die Aufwertung des Frankens führte zudem zu Wertberichtigungen und Rückstellungen von 834 Millionen Franken. Diese Bilanzkorrekturen wurden insbesondere bei den Schweizer Wasserkraftwerken fällig, wie Alpiq mitteilte.

Schwache Performance der Nuklearfonds

Weitere Faktoren, die das Finanzergebnis schmälerten, sind ein Anleihenrückkauf für 28 Millionen Franken, das Zinsumfeld sowie die schwache Performance der Nuklearfonds. Vor Sondereinflüssen resultierte damit ein Minus von 52 Millionen Franken.

Für das Gesamtjahr sieht sich Alpiq durch die tiefen Grosshandelspreise und den starken Franken herausgefordert. Das Kostensparprogramm von 100 Millionen Franken ist gemäss Communiqué auf Kurs. Es soll die negativen Effekte auf die Erfolgsrechnung teilweise ausgleichen. Alpiq rechnet – Abschreibungen nicht mitgerechnet – mit einem tieferen Resultat als im Vorjahr.

2 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Und schon haben wir den Salat: die Verscherbelung von Volksvermögen an private Energieversorger wird uns bereits häppchenweise als „einziger Ausweg“ schmackhaft gemacht. Das ist skandalös. Überhaupt: Beim Thema Einkaufstourismus sind Politiker immer schnell zu Stelle, um ihn zu geisseln. Wenn Energieversorger billigen Strom im Ausland kaufen statt Schweizer Strom für Schweizer Kunden zu liedern, geht das in Ordnung? Schliift’s eigetli?
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  • Kommentar von Jürg Jehle (Jürg Jehle)
    Energiewende Chaos seit Fukushima, weil pro Jahr mit 8760 Stunden, die Sonne nur rund 2000 Stunden strahlte, mit einer Stärke zwischen 10-100% und Wind lieferte sinngemäss 3000 Stunden.! In der übrigen Zeit kam der Strom sekundengenau NUR aus alten Kraftwerken: Wasser, Kohle, AKW. Realisten kennen Lösungen zB. Hybridwerk.
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