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Wirtschaft Alstom-Kündigungen: Schneider-Ammann zeigt «gewisses Verständnis»

Der Wirtschaftsminister hat erst Dienstagabend vom geplanten Stellenabbau bei Alstom erfahren. Noch im Sommer ging der Wirtschaftsminister nach Gesprächen mit Alstom davon aus, dass keine Jobs gestrichen werden.

Legende: Video Johann Schneider-Ammann zum Abbau bei GE abspielen. Laufzeit 05:26 Minuten.
Aus News-Clip vom 13.01.2016.

Auch Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hatte bis gestern nichts vom Stellenabbau gewusst. Noch im Sommer war Schneider-Ammann nach Gesprächen mit der Unternehmensleitung noch davon ausgegangen, dass es keinen Stellenabbau geben wird. Trotzdem fühle er sich nun nicht verschaukelt von General Electric, sagte Schneider-Amann im Interview mit SRF.

Inzwischen hätten sich die Märkte verändert, die Rahmenbedingungen seien nicht mehr die gleichen. «So gesehen muss man ein gewisses Verständnis haben», so der Wirtschaftsminister weiter.

Alstom auf Vorteile der Schweiz hinweisen

Für die Betroffenen in den Unternehmen sei das jedoch dramatisch. Der Bundespräsident hofft nun, dass der Schaden für den Standort Schweiz in Grenzen gehalten werden kann. Dafür brauche es nun Gespräche der Sozialpartner. Er werde die Unternehmensführung weiterhin auf die Vorteile der Schweiz hinweisen.

General Electric und Alstom müssten erkennen, dass die Schweiz die beste Berufsbildung habe, den liberalsten Arbeitsmarkt und die intakteste Sozialpartnerschaft, sagte Schneider-Ammann.

«Ich hoffe, dass viele Aktivitäten in der Schweiz bleiben, weil man zur Einsicht kommt, dass man gemeinsam kompetitiv ist.» Aber letztlich seien es die Firmen, die im Markt stünden und ihre Strategie festlegen müssten.

Den Vorwurf der Gewerkschaften, die Schweiz habe im Gegensatz zu Frankreich zu wenig für den Standort lobbyiert, lässt er nicht gelten. Die Unternehmen hätten Wort gehalten, indem sie zwei europäische Hauptquartiere in die Schweiz verlegt hätten, sagte er. Zudem habe er die Verantwortlichen der Unternehmen im Sommer 2014 sofort kontaktiert und ihnen die Vorteile des Standorts Schweiz erläutert.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Ruedi Hammer (Ruedi Hammer)
    Nur eins ist sicher: Wir brauchen dringend und weiterhin die volle Personenfreizügigkeit, denn obwohl überall entlassen wird, herrscht ein riesiger Fachkräftemangel ...
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  • Kommentar von U.E. Romer (romeru)
    Kommunikation ist nicht die Stärke von Schneider-Ammann. Ein klare Haltung sieht anders aus. Wünschen wir ihm in seinem Präsidialjahr mehr "Pfupf" und Klarheit in seinen Aeusserungen - dann kann er das Feld räumen wieder in seine gewohnte Umgebung der "Verwaltungsratsjöbli" zurückkehren.
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  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    Es war absehbar, dass der Verkauf der Energiesparte an Alstom (Frankreich) und von Alstom an GE (USA) in einem Desaster enden würde und ER hat Verständnis? ER hat Verständnis für den Raubbau der Investoren? Wessen BR ist ER eigentlich? Knowhow stehlen, auslagern und Abbau als Mittel zum Umbau und ER hat Verständnis? Universitäten bezahlen soll das Schweizer Volk? Vielleich sollte ER sich doch einmal gründlich überlegen, für wen ER arbeitet !
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