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Wirtschaft Amag an der Leine von Volkswagen

Amag ist die grösste Autohändlerin in der Schweiz. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen dem Druck eines Giganten ausgesetzt: Volkswagen. Amag soll dem deutschen Auto-Konzern beim Erreichen seiner ambitiösen Ziele helfen.

«Sie haben Zielvorgaben, die sehr hochgesteckt sind. Wenn sie diese nicht erfüllen, bekommen sie Probleme», sagt Auto-Journalist Jürg Wick gegenüber «ECO». Er zeichnet das Bild einer Amag, die nach den Bestimmungen des Auto-Giganten Volkswagen handeln muss. Der Druck sei laut Jürg Wick «enorm».

Kürzlich hatte VW-Konzernchef Martin Winterkorn das Ziel verkündet, der grösste Autohersteller der Welt werden zu wollen. Um dies zu erreichen, muss er an allen Märkten ansetzen. Heute rangieren Toyota und General Motors noch vor VW.

Historisches Bild der Anlieferung von VW Käfer
Legende: Amag ist zu 99 % von VW-Fahrzeugen abhängig. Amag

Amag-Chef Morten Hannesbo bestätigt den Druck aus Wolfsburg. Er verwehrt sich aber dagegen, die Zielvorgaben der Amag auf Gehör von Volkswagen hin nach oben angepasst zu haben. Amag will von heute 28,8 Prozent auf künftig 33 Prozent Marktanteil in der Schweiz kommen.

Amag und Volkswagen sind seit Jahrzehnten eng miteinander verzahnt. Bereits drei Jahre nach der Gründung übernahm Amag 1948 die Generalvertretung für Volkswagen in der Schweiz. 1951 folgte Porsche, 1967 Audi, 1984 Seat und 1984 Škoda – heute allesamt Marken des VW-Konzerns.

2008 verlor Amag allerdings das Importgeschäft für Porsche. Der damals noch eigenständige Stuttgarter Konzern gründete eine Tochtergesellschaft in Zug und übernimmt seitdem den Import selbst.

Übernimmt VW Amag?

Es gibt Gerüchte, VW könnte eine Übernahme Amags planen. Morten Hannesbo relativiert und glaubt, dass Amag vorerst selbständig bleiben wird: «Wir geben uns enorm viel Mühe, dass dies noch lange nicht geschieht – wenn überhaupt.»

Walter Haefner hat die Amag 1945 gegründet. Sie ist noch heute im Familienbesitz, beschäftigt mehr als 5000 Personen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 4,5 Mrd. Franken.

Wirtschaftlich gesehen steht Amag gut da, das Bild in der Bevölkerung hingegen sei verbesserungsfähig, weiss auch Morten Hannesbo. Wohl nicht zuletzt darum hat Amag am 9. September eine Image-Kampagne lanciert. Die auffälligste Veränderung: ein neues Logo.

Amag Thema in «ECO»

Amag-CEO betrachtet neuen Schriftzug
Legende: Amag hat sich einen neuen Schriftzug verpasst. SRF

«ECO» hat Amag-Chef Morten Hannesbo begleitet. Zur Sendung

3 Kommentare

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  • Kommentar von Jorge Stein, Chêne Bougeries
    Die VW Qualität ist noch immer hervorragend. Keine Probleme mit Motor oder Elektronik bei unserem Touareg. Bei vielen Details in der Ausstattung aber wird zu extrem gespart. Da, wo die Hand Instrumente häufig berührt ( zB Fensterscheiben Bedienung) bröckelt bald die Farbe ab . Durch das Weglassen der Türleisten, hat VW zwar etwas gespart, aber viele Kunden verärgert, denn manche haben schon etwas "auf nie mehr Wiedersehen" verloren; all zu vieles fällt beim Aussteigen aus dem Wagen.
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  • Kommentar von Peter F. Bickel, 8704 Herrliberg
    Amag kann das Ziel erreichen, wenn die andern Konzern-Marken sich nach dem Skoda Erfolgsrezept richten. D.h. alles beginnt erst mal bei der Produktion. Und wenn die Qualität und Preis/Leistung stimmen, kommt der Erfolg wie von selbst...Nicht umsonst steht heute die Marke Skoda bei Firmen als Flottenfahrzeug an erster Stelle! Ich wünsche jedenfalls viel Erfolg und grosse Akzeptanz bei den (noch) nicht Amag-Kunden.
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  • Kommentar von Regula Gisin, 4441 Thürnen
    Ich habe vor 2 Monaten einen Skoda erstanden und bin zufrieden damit. An welcher Stelle in Prozenten steht Skoda in der Schweiz. Haben Sie eine Reparaturfreundlichkeitsstatistik. Auch würden mich andere Zahlen von Skoda interessieren Besten Dank Regula Gisin
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