Übernahme von Sharoo Amag steigt ins Carsharing-Geschäft ein

  • Der Autoimporteur Amag übernimmt die Mehrheit an der Internetplattform Sharoo.
  • Sharoo bringt Autobesitzer mit Leuten zusammen, die nur gelegentlich ein Auto brauchen.
  • Die Ansprüche der Menschen veränderten sich, begründet Amag den Schritt. Es gehe darum, im Car-Sharing-Geschäft mit dabei zu sein.
  • Auch andere Akteure drängen in den Carsharing-Markt, etwa Autokonzerne.

Vor allem in den Städten verändert sich die Art und Weise, wie sich die Bevölkerung fortbewegt. Seit Jahren nimmt dort die Zahl der Haushalte zu, die kein eigenes Auto besitzen. In Basel und Bern sind sie inzwischen in der Mehrheit.

Wachsende Nachfrage, besonders in Städten

Die Gesellschaft und das Mobilitätsverhalten veränderten sich, sagt Bernhard Soltermann, Mitglied der Geschäftsleitung von Amag und neuer Verwaltungsratspräsident von Sharoo: «Da wollen wir mit dabei sein.»

Die städtische Bevölkerung sei besonders stark auf Carsharing und ähnliche Dienstleistungen angewiesen, da in den Städten Parkplätze knapp seien, so Soltermann. Amag sehe das grösste Potential im urbanen Bereich.

Autobranche versucht, sich Trends anzupassen

In Deutschland sind es die grossen Autokonzerne wie Daimler und BMW, welche das Carsharing in den Städten vorantreiben. «Die Absicht ist, dass Trends nicht verschlafen, sondern von den Autokonzernen aktiv mitgestaltet werden», erklärt Timo Ohnmacht, der als Professor an der Hochschule Luzern das Mobilitätsverhalten erforscht.

Denkbar ist auch, dass etwa ein grosser Technologiekonzern in den Markt eintritt. Dem wolle Amag zuvorkommen, sagt Soltermann: «Man muss jetzt seine Position beziehen, um allfällige Markteintritte von Konkurrenten etwas zu erschweren.»