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«America first» Trump will Strafzölle für Stahl und Aluminium

Legende: Video Trump verkündet Zölle auf Stahlimporten abspielen. Laufzeit 01:50 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 01.03.2018.
  • US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, in der nächsten Woche Strafzölle für Stahl- und Aluminiumimporte zu verhängen.
  • Diese sollen 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium betragen.
  • Die Stahl-Politik ist elementarer Teil der «America First»-Politik der Trump-Administration. Die Zölle sollen für «eine lange Zeitspanne» gelten.
Stahl in einem Hafen in den USA.
Legende: US-Präsident Donald Trump glaubt, dass die Zölle auf Stahl und Aluminium neue Jobs bringen werden. Keystone

«Wir werden neue Jobs bekommen und pulsierende Unternehmen», sagte Trump. «Unsere Stahl- und Aluminiumbranche sowie viele andere wurden jahrzehntelang durch unfairen Handel und schlechte Politik mit vielen Ländern der Welt dezimiert», twitterte er.

Trump zu Stahl- und Aluminumindustrie

An einer Expertenrunde mit Stahl-Unternehmern sagte Trump, die USA würden aus anderen Ländern mit massivem Dumping unter Druck gesetzt. «Es bringt unsere Unternehmen um.» Die USA seien extrem unfair behandelt worden.

«Ich mache den anderen Ländern keinen Vorwurf», sagte Trump. Sie hätten sich im Rahmen der beschlossenen Deals verhalten. «Wer diese Deals abgeschlossen hat, sollte sich schämen», sagte Trump an die Adresse früherer US-Regierungen.

Besonders im Visier hat Trump China. Dieses überschwemmt aufgrund einer gigantischen Überproduktion an Stahl und Aluminium den Weltmarkt mit Billigexporten. Pauschale Strafzölle könnten aber auch Länder wie Deutschland treffen.

Drei Optionen für Zölle

Handelsminister Wilbur Ross hatte dem Präsidenten zuvor einen Katalog mit drei Handlungsoptionen vorgelegt: Entweder Strafzölle für alle Länder einzuführen, höhere Zölle für einige Länder oder der Verzicht auf Zölle zugunsten einer Quotenregelung. Ross war in seiner Untersuchung zum Ergebnis gekommen, dass das Thema Fragen der Nationalen Sicherheit berühre.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Machen wir ja in extremis bei vielen landwirtschaftlichen Produkten .....
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Diverse Gründe für diese Entwicklungen fehlen. Die Herstellung von Stahl und Alu ist mit geringer Wertschöpfung verbunden, braucht relativ viel Energie und ist generell eine Umweltbelastung. Durch Innovationen und moderne Herstellungsverfahren können diese minimiert werden. Leider haben manche Länder und Grosskonzerne diese Produktionen bewusst in Billiglohnländer mit geringen Umweltstandards verlagert, um ihren Gewinn zu erhöhen. Momentan ist Indien ein Big-Player in der Stahlproduktion.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Wie fast ueberall waere der Mittelweg der Goldene. Insbesondere Strafzoelle sollten nicht nur gegen Ausfuhrbeitraege des Ausfuhrstaates, und Missbrauch von Zwangsarbeitern in der Prouktion, sondern auch zu tiefe Loehne fuer "freie" ArbeiterInnen und andere Preisdruckmissstaende vom Einfuhrstaat kassiert werden duerfen....
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