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Wirtschaft An Weihnachten darf es was kosten

Trotz Krisenstimmung in der Wirtschaft, Einkaufstourismus im Ausland und starkem Franken: Die Geschäfte an Weihnachten sind dieses Jahr gut gelaufen. Die Kassen haben wieder einmal kräftig geklingelt, wie eine erste Bilanz im Detailhandel zeigt.

Playmobil, Stofftiere, Lego: Spielzeuge aller Art haben sich auch dieses Jahr gut verkauft. Bis zu 40 Prozent des Jahresumsatzes machen Spezialgeschäfte wie Franz Carl Weber in der Weihnachtszeit.

Dieses Jahr sind die meisten Detailhändler zufrieden. Migros, Coop oder Globus - alle liegen sie beim Umsatz leicht über dem Vorjahr. Trotz Krisenstimmung das ganze Jahr über gelte eines immer noch, sagt Jürg Welti von Globus: An Weihnachten darf es was kosten.

Spezialgeschäfte machen an Weihnachten bis zu 40 Prozent des Jahresumsatzes.
Legende: Spezialgeschäfte machen an Weihnachten einen gewichtigen Teil des Jahresumsatzes. Keystone

Am letzten Einkaufstag vor Weihnachten waren vor allem die kulinarischen Klassiker gefragt: Lachs, Filet im Teig, Fondue Chinoise, Champager - das läuft immer. Daneben wurden auch dieses Jahr Parfums und Mode-Accessoires unter den Weihnachtsbaum gelegt. Immer wichtiger werden aber Elektronik-Artikel. 3-D-Fernseher, Tablet-Computer, Handys, Computerspiele und Kameras.

Der starke Franken bremste das Weihnachtsgeschäft offenbar nicht, wie Urs Meier von Coop erklärt. Und das Wetter spielte laut Andrea Grepper von der Genossenschaft Migros Aare dieses Jahr ebenfalls mit.

Von einem guten Jahr spricht auch der Detailhandels-Experte Thomas Hochreutener vom Markt-Forschungsinstitut GfK. Er rechnet dank dem gutem Weihnachtsgeschäft für das ganze Jahr 2012 mit einem kleinen Wachstum zwischen null und einem Prozent.

Warten auf den Ausverkauf

«Der Handel ist noch mit einem blauen Auge davongekommen», sagt Hochreutener. Er spricht angesichts der Umstände von einem guten Resultat.

Der Privat-Konsum ist also auch dieses Jahr eine wichtige Konjunkturstütze. Und während die Beschenkten sich noch an ihren Präsenten erfreuen, rüstet sich der Detailhandel schon auf die Zeit nach den Festtagen. Jetzt kommt der Ausverkauf. Da laufen die Geschäfte nochmals gut.

Miese Kauflaune in den USA

Im US-Einzelhandel herrscht Enttäuschung über ein mageres Weihnachtsgeschäft. Erste Daten deuten auf das geringste Umsatzplus seit der Rezession im Jahr 2008 hin. Eine Umfrage ergab nach vorläufigen Zahlen einen Anstieg von lediglich 0,7 Prozent im Zeitraum vom 28. Oktober bis zum 24. Dezember. Im Jahr zuvor lag der Zuwachs noch bei 2 Prozent.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Lucas Kunz, Sallneck
    «Der Handel ist noch mit einem blauen Auge davongekommen» und gleichzeitig «Die Kassen haben wieder einmal kräftig geklingelt,...» Was soll man von so einem Bericht halten? Tolles Weihnachten - besteht nur aus kaufen-kaufen-kaufen und dann soll man noch sich dieses scheinheilige Gejammere des unersättlichen Kommerzes anhören!
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