Anklage gegen Genfer Bankdirektor Reyl

Der Generaldirektor der Genfer Bank Reyl, François Reyl, ist in Frankreich angeklagt worden. Dabei geht es um Geldwäscherei.

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Bildlegende: Die Privatbank Reyl soll in Geldwäscherei verwickelt sein. Keystone

François Reyl war am Donnerstag von französischen Untersuchungsrichtern angehört worden. Seither darf er Frankreich nicht mehr verlassen auch seine Funktion als Generaldirektor der Bank nicht wahrnehmen.

Die Bank Reyl in Genf hält die Massnahme für unverhältnismässig und ungerechtfertigt, wie sie am Freitag mitteilte. Man habe seit Monaten den Forderungen der französischen Justizbehörden entsprochen – bei strikter Wahrung Schweizer Rechts. François Reyl hat unterdessen Berufung eingelegt.

Konto lange nicht zugegeben

Zu tun hat das Verfahren mit der Affäre um den ehemaligen französischen Budgetminister Jérôme Cahuzac. Dieser hatte der Bank Reyl die Verwaltung eines geheimen Kontos im Ausland anvertraut. Dabei geht es um 685'000 Euro.

Nach bisherigen Ermittlungen war das undeklarierte Vermögen ab 1992 zunächst auf einem Konto bei der Grossbank UBS gebunkert und danach von Reyl & Cie. verwaltet worden. Die Genfer Privatbank überwies das Geld 2009 schliesslich an ihre Filiale in Singapur.