Apple vs. Samsung: Gericht kommt Koreanern entgegen

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung muss im Patentstreit mit Apple nur noch halb so viel Schadenersatz zahlen: Ursprünglich waren die Koreaner zu einer Zahlung von 1,05 Milliarden Dollar verdonnert worden, nun sollen sie «nur» noch 600 Millionen Dollar zahlen müssen.

Ein Mann zeigt einen Apple- und Samsung Tablet-Computer. (keystone)

Bildlegende: Die Richterin gab zudem dem Antrag Apples, die Schadenersatz-Summe zu erhöhen, eine Abfuhr. Keystone

Der Milliarden-Schadenersatz, den Samsung wegen Patentverletzungen an Apple zahlen sollte, ist auf knapp 600 Millionen Dollar gekappt worden.

Ursprünglich hatten die Geschworenen Apple im August einen Schadenersatz von 1,05 Milliarden Dollar für die Verletzung diverser Patente durch mehr als zwei Dutzend Samsung-Smartphones zugesprochen.

Nun befand die zuständige Richterin in San Francisco, dass die Geschworenen bei mehreren Samsung-Geräten die Schadenssummer falsch berechnet hätten. Deshalb sei bei 14 Geräten ein neuer Prozess nötig.

Zwei Giganten im Ring gefangen

Der Milliarden-Schadenersatz war der bisher grösste Erfolg einer der Seiten in dem weltweit geführten Patentkrieg zwischen den beiden grössten Smartphone-Hersteller.

Apple hatte den Klage-Marathon im April 2011 losgetreten und wirft Samsung vor, Technik und Design von iPhone und iPad kopiert zu haben. Samsung, inzwischen der grösste Smartphone-Hersteller der Welt, weist die Anschuldigungen zurück und wirft Apple im Gegenzug die Verletzung technischer Patente vor.