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Arbeitslosenzahlen Januar Arbeitslosenquote steigt auf 3,7 Prozent

Es ist die höchste Quote seit April 2010. Im Januar waren 5000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet als im Dezember.

Legende: Video Arbeitslosigkeit: Nie mehr so hoch seit 2010 abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 09.02.2017.
  • Im Januar ist die Arbeitslosenquote in der Schweiz von 3,5 Prozent im Vormonat auf 3,7 Prozent gestiegen. Es ist der höchste Wert seit April 2010.
  • Wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilt, waren Ende Januar 164'466 Menschen arbeitslos gemeldet – rund 5000 mehr als im Dezember.
  • Die Jugendarbeitslosigkeit (15- bis 24-Jährige) erhöhte sich gegenüber Dezember von 3,5 auf 3,6 Prozent. Das sind 566 Personen mehr als im Vormonat.
  • Bei den über 50-Jährigen nahm die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls um 1274 Personen zu. Die Quote stieg von 3,0 auf 3,1 Prozent.
  • Insgesamt wurden bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) im Berichtsmonat 226'861 Stellensuchende registriert, 3448 mehr als im Dezember.

Die Arbeitslosenquote ist im Januar auf den höchsten Stand seit sieben Jahren gestiegen. Die Quote liegt bei 3,7 Prozent. Der Wert ist der höchste seit April 2010. Der Höchststand in der damaligen Rezession im Anschluss an die Finanzkrise wurde im Dezember 2009 mit 4,4 Prozent erreicht. Im Jahr 2012 waren es im Januar 3,1 Prozent, seither ist die Quote stetig in kleinen Schritten gestiegen.

SRF-Wirtschaftsredaktor Manuel Rentsch sieht den Grund für den Anstieg im Frankenschock. Dieser habe sich negativ auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Rasche Besserung ist nicht in Sicht: «In den kommenden Monaten wird lediglich mit einer allmählichen Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt gerechnet», so Rentsch.

«Dieser Januar sticht nicht besonders hervor»

Auch Boris Zürcher, Leiter Arbeitsmarkt beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), erkennt in den jüngsten Zahlen immer noch die Folgen des Frankenschocks. Für das laufende Jahr geht er von einer Arbeitslosenquote von durchschnittlich 3,2 Prozent aus – 0,1 Prozentpunkte weniger als 2016.

«Dieser Januar sticht nicht besonders hervor», sagt er gegenüber SRF News. In diesem Monat erreiche die Arbeitslosigkeit saisonbedingt jeweils die Spitze, da viele Baufirmen im Januar nicht arbeiten würden. Zürcher erwartet deshalb nochmals einen leichten Anstieg im Februar, danach sollten die Zahlen aber wieder sinken.

Im November 2016 – neuere Zahlen dazu liegen nicht vor – waren 6204 Personen von Kurzarbeit betroffen. Das sind knapp 4 Prozent weniger als im Vormonat. Die Zahl der Personen, die im Verlauf des Novembers ihr Recht auf Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft hatten, belief sich derweil auf 3399.

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52 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Polli (Pittbull)
    Dies war gestern u.a. zu lesen in einem Interview mit dem Arbeitgeber Präsident "aber auch die Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) bestätigen Fortschritte. Es gibt eine wachsende Erwerbsbeteiligung von Jüngeren, bei über 55-Jährigen, aber auch im Segment der Älteren" Und heute lest mal Punkt 3 und 4! Kann mir das jemand erklären? Bin auch einer von den Ü55 und ausgesteuert. Deshalb musste ich auswandern. Wollte nicht vom Sozialamt abhängig sein.
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  • Kommentar von Ivo Muri (Ivo Muri)
    So bemerkenswert klar hat das SECO vor wenigen Monaten nicht gesagt, dass die Arbeitslosigkeit generell zunimmt. Wenige Tage nach Ablauf des MEI Termins dürfen wir nun wieder wissen, wie es um den Arbeitsmarkt wirklich steht. Mal sehen wie es nach dem Schließen der Poststellen und dem Personalabbau von Swisscom weiter geht. Avenir Suisse wird uns bestimmt wieder Gründe nennen, warum wir noch mehr Deregulieren und Privatisieren müssen um Arbeitslosigkeit in Zukunft zu vermeiden.
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  • Kommentar von Theodor Weber (Thidoor)
    Herr Bächler: Glauben Sie wirklich dass die Schule das löst? Es gibt in ubserem Land sehr viel niedrigverdienende ungelernte die knapp die obl. Schule schafften. Ich weiss wovon ich rede weil ich jahrzehnte im sozialen Bereich gearbeitet habe. Ihre Antwort ist zu kurz!
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