Aufschwung in der Eurozone Arbeitslosigkeit in der Eurozone fällt auf Acht-Jahrestief

Ein Euro

Bildlegende: Die guten Nachrichten aus der Eurozone schlagen sich auch im starken Euro nieder: Der Franken wird wieder schwächer. Keystone

  • Im Juni ist die Arbeitslosenquote in der Eurozone auf dem tiefsten Stand seit mehr als acht Jahren gefallen.
  • Laut des Statistikamts Eurostat betrug die Arbeitslosenquote 9,1 Prozent. Ökonomen hatten mit einer Quote von 9,2 Prozent gerechnet.
  • Das ist für die Eurozone der geringste Wert seit Februar 2009.

Seit 2013 geht es mit der Arbeitslosenquote im gemeinsamen Währungsraum tendenziell nach unten. In der Hochphase der Euro-Schuldenkrise war die Arbeitslosenquote zeitweise über die Marke von 12 Prozent gestiegen.

Für die gesamte Europäische Union meldete Eurostat eine Arbeitslosenquote, die deutlich unter dem Niveau der Eurozone liegt. In der EU mit ihren 28 Mitgliedsstaaten habe die Quote im Juni wie im Vormonat Mai bei 7,7 Prozent gelegen und damit weiter auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2008.

Nach wie vor weisen die Mitgliedsländer des Euroraums sehr unterschiedliche Arbeitslosenquoten auf. Besonders niedrig ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland (3,8 Prozent) und Malta (4,1 Prozent). Nach wie vor sehr hohe Werte gibt es in Griechenland (April: 21,7 Prozent) und Spanien (17,1 Prozent).

Arbeitslosenquoten in den EU-Staaten im Juni 2017 (in Prozenten)

Griechenland
21,7
Spanien17,1
Italien11,1
Zypern10,8
Kroatien10,6
Frankreich9,6
Eurozone9,1
Portugal9,0
Finnland8,7
Lettland8,3
EU7,7
Slowakei7,6
Belgien7,6
Litauen7,2
Slowenien7,1
Estland
6,9
Schweden6,6
Irland6,3
Luxemburg6,0
Bulgarien5,9
Dänemark5,7
Rumänien5,3
Österreich5,2
Niederlande4,9
Polen4,8
Grossbritannien4,4
Ungarn4,3
Malta4,1
Deutschland3,8
Tschechien2,9