Arbonia-Forster streicht bis zu 200 Stellen

Trotz eines Gewinns im vergangenen Geschäftsjahr werden zwischen 150 und 200 Stellen gestrichen. Sie fallen beim Türen- und Fensterproduzenten EgoKiefer weg. Grund dafür ist unter anderem der hohe Frankenkurs.

Hauptsitz der AFG

Bildlegende: Die Stellen werden innerhalb der nächsten 18 Monate abgebaut. Keystone

Der starke Franken setzt dem Thurgauer Bauausrüster Arbonia-Forster (AFG) zu. Bei der Division für Fenster und Türen werden Stellen gestrichen. Dies führt bei EgoKiefer In den nächsten 18 Monaten zum Abbau von 150 bis 200 Stellen.

Verlagerung der Produktion in die Slowakei

Der Abbau solle möglichst sozialverträglich geschehen, teilte AFG mit. Die Situation im Schweizer Fenstermarkt habe sich im letzten Jahr weiter verschlechtert, schreibt das Unternehmen weiter. Die schwierige Marktsituation und die neue Währungsrealität machten es nötig, die geplante Verlagerung der Kunststofffenster-Produktion von Altstätten SG nach Pravenec in der Slowakei zu beschleunigen.


Krise in der Fensterbau-Branche

2:50 min, aus Rendez-vous vom 03.03.2015

Zudem werde aufgrund der neuen Währungssituation der geplante Kapazitätsausbau der Holz- und Holz-Aluminium-Produktion am EgoKiefer-Standort in Altstätten SG nochmals überprüft. Die Fabriken in Villeneuve VD erwähnt AFG in der Mitteilung nicht.

Unzufriedenheit trotz Gewinn

Trotz der Ankündigung des Stellenabbaus hat der Bauausrüster im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn geschrieben. Wirklich zufrieden ist das Untrernehmen damit jedoch nicht. Die Aktionäre sollen auf eine Dividende verzichten. Letztes Jahr erhielten sie noch 30 Rappen pro Aktie.

Zwar blieb 2014 unter dem Strich zum ersten Mal seit 2010 wieder ein Gewinn von 15,1 Millionen Franken stehen, nachdem 2013 noch ein Verlust von knapp 50 Millionen Franken zu Buche stand. Doch in den entscheidenden Geschäftsbereichen fiel das Ergebnis gemäss Mitteilung enttäuschend aus. Der Gewinn verkleinerte sich um mehr als zwei Drittel auf 11,3 Millionen Franken.

Der Umsatz ist derweil leicht um 1,3 Prozent auf rund 1,02 Milliarden Franken gewachsen, wie AFG bereits im Januar mitteilte.