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Aufschwung kommt 2018 BIP-Wachstumsprognose für dieses Jahr erneut gesenkt

Legende: Video Gute Wachstumszahlen für die nächsten zwei Jahre abspielen. Laufzeit 1:58 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.10.2017.
  • Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) hat ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr erneut gesenkt.
  • Neu rechnet sie mit einem BIP-Wachstum von 0,8 Prozent, statt 1,3 Prozent wie im Juni prognostiziert.
  • Der Aufschwung kommt laut KOF 2018.

Für 2018 erhöhen die KOF-Ökonomen ihre Prognosen erneut. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) soll dann um 2,2 Prozent zulegen, wie die Konjunkturforschungsstelle mitteilte. Im Juni war noch von 2,1 Prozent die Rede.
Zwar habe sich der Wirtschaftsverlauf im zweiten Halbjahr deutlich verbessert. Doch das schwache Winterhalbjahr 2016/17 dämpfte die Erwartungen für das ganze Jahr, argumentieren die Ökonomen.

Legende:
BIP Schweiz 2007 bis 2. Quartal 2017 Bruttoinlandprodukt der Schweiz: Veränderungen in Prozent von 2007 bis 2. Quartal 2017 Bundesamt für Statistik

Weltwirtschaft im Aufschwung

Die Schweizer Konjunktur werde durch die Weltwirtschaft beflügelt, die sich seit mehreren Quartalen in einem kräftigen Aufschwung befinde, heisst es weiter. Für die Jahre 2018 und 2019 erwartet die KOF eine anhaltend starke Expansion der Weltwirtschaft.

Die robuste Wirtschaftsentwicklung in Europa und in den USA komme den schweizerischen Exporteuren zugute. Die Waren- und Dienstleistungsexporte dürften sich dieses Jahr um 3 Prozent erhöhen. Für 2018 und 2019 erwartet die KOF eine Exportbeschleunigung von 4,8 und 3,5 Prozent.

Noch kein Aufschwung bei Löhnen

Bis der Aufschwung bei den Arbeitnehmenden ankommt, dürfte es noch dauern. «Die verbesserten Konjunkturperspektiven werden zu einer stärkeren Lohndynamik führen, jedoch nicht in kurzer Frist», heisst es in der Mitteilung weiter.
Deshalb dürften die Reallöhne sowohl 2017 als auch 2018 praktisch stagnieren. Höhere Lohnabschlüsse würden wohl erst folgen, wenn die Firmen ihre Margen wieder ausgeweitet hätten.

Auf dem Arbeitsmarkt soll der Aufschwung aber nächstes Jahr sichtbar werden. Während dieses Jahr die Beschäftigung nur leicht steigt (0,3 Prozent), soll sie laut den KOF-Ökonomen in den Jahren 2018 und 2019 um 0,8 Prozent zulegen. Die Arbeitslosenquote dürfte sich 2018 auf 3,1 Prozent leicht reduzieren.

5 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Heute hu morgen hott ! Da vernahm ich doch erst kürzlich, die Wirtschaftserwartungen seien gestiegen . Das gilt nach meiner Erfahrung nur für die Top -Gehälter der Konzernchefs mit 10.3 Millionen Franken im Schnitt ! Ja und wenn es um Lohnverhandlungen für den Büezer geht , dann geht es allen Unternehmen nicht gut . Diese Verlogenheit stinkt gewaltig in die Erderwärmung hinein .
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Für 2017 waren die "Experten" in 2016 auch optimistisch.
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  • Kommentar von Deborah Crabtree (D. Crabtree)
    Dafür verdoppelen sich die Kosten für die "soziale Sicherheit" und "Flüchtlinge". Es braucht auch dort eine Schuldenbremse! Bleiben mal alle Leistungserbringer eine Woche zu Hause, das gibt eine Einbusse von gute 12 Mrd. Sollen mal die Sozis schauen wo sie ihr Geld herkriegen. Wir gehen nur noch für Ausländer arbeiten.
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