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Wirtschaft Ausländische Verlage wehren sich gegen Coop-Entscheid

Die ausländischen Verlage reagieren auf den Coop-Entscheid. Der Detailhändler nahm diejenigen Zeitschriften aus dem Sortiment, die sich einer Preissenkung widersetzten. Nun werfen die Verlage Coop Vertragsbruch vor.

Mit ihrem Entscheid, insgesamt 13 ausländische Zeitschriften aus ihren Regalen zu entfernen, hat der zweitgrösste Detailhändler Anfang Woche für Aufsehen gesorgt. Coop verlangte von den Verlagen, ihre «Währungsgewinne uneingeschränkt weiterzugeben». Wo dies nicht geschah, nahm der Detailhändler die Zeitschriften aus dem Sortiment.

Verlage werfen Coop Vertragsbruch vor

Nun hat der Spiegel-Verlag, als einer der Betroffenen, reagiert. Der Verlag stellte sich heute hinter die Reaktion des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ): «Mit dem willkürlichen Entfernen von Zeitschriftentiteln aus dem Sortiment verstösst Coop in diskriminierender Weise gegen bestehende Verträge. Der Leser, der ein vielfältiges Presseangebot sucht, wird sich anderen Anbietern zuwenden.»

Auch Gruner + Jahr – als Herausgeber der «Gala» – äusserte sich entsprechend und ergänzte: Der Verlag werde kurzfristig nicht auf die Wechselkursschwankungen einzelner Währungen in seinem Auslandgeschäft reagieren – und zwar in beide Richtungen.

Schweizer «Spiegel»-Leser zahlen mehr

Nach Angaben von Coop beträgt der festgelegte Preis zum Beispiel für das Magazin «Der Spiegel» in der Schweiz 7.40 Franken – also 6.93 Euro statt 4.60 Euro in Deutschland. Coop erwarte, dass von den Verlagen der Euro-Vorteil weitergegeben wird, also zehn bis 20 Prozent. Bei anderen Schweizer Händlern – etwa dem Kioskbetreiber Valora – sind die betroffenen Titel weiter im Angebot.

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