Zum Inhalt springen

Header

Video
SBB stellt «Strategie 2030» vor
Aus Tagesschau vom 25.11.2021.
abspielen
Inhalt

Ausrichtung für die Zukunft SBB stellt neue Strategie vor: Robustheit und Finanzen im Zentrum

  • Die SBB hat eine neue Strategie verfasst für den Zeitraum bis ins Jahr 2030.
  • In einer ersten Etappe bis 2025 stehen für sie die Robustheit des Bahnsystems und die finanzielle Stabilität im Zentrum, wie das Unternehmen vor den Medien in Bern bekannt gibt.
  • Generell liege der Fokus der neuen Strategie auf den Kundinnen und Kunden sowie dem Kern der Bahnphilosophie «pünktlich, zuverlässig, sicher».

Die SBB will flexibler und effizienter werden. Wachstum soll gezielt und intelligent dort erfolgen, wo die SBB bereits stark ist. Die Lage sei aber herausfordernd, wurde betont. Wegen der Covid-19-Pandemie fuhr das Unternehmen 2020 ein Rekorddefizit von 617 Millionen Franken ein. Im ersten Halbjahr 2021 liegt der Verlust bei knapp 390 Millionen Franken, wodurch die Schulden der SBB wuchsen.

Der Einfluss der Coronakrise

Gleichzeitig zeigte sich in der Pandemie das Bedürfnis nach mehr Flexibilität. Das macht für die SBB das Reiseverhalten weniger berechenbar. Gemäss den neuesten Prognosen des Bundes wird die Mobilität weiter zunehmen, auch dank klimafreundlichem Reisen.

Die Coronakrise habe entsprechende Trends und veränderte Arbeitsformen aufgezeigt, so die SBB. Auf Homeoffice wird die SBB reagieren müssen. Zudem bestehe der Druck des Coronavirus auf die Finanzen weiterhin. Das zwinge die SBB zu weiteren Effizienzsteigerungen.

Näher bei den Kunden – und bequemer

Die neue Strategie der SBB basiere einerseits auf Kontinuität. Andererseits wollten die SBB finanziell stabil sein und bis 2030 die Kundenbedürfnisse besser vorwegnehmen. SBB-Chef Vincent Ducrot sagte, als Erstes müsse das Unternehmen die Robustheit des Bahnsystems und die nachhaltige Finanzierung sicherstellen. Diese erste Etappe soll bis 2025 bewältigt sein. Das Angebot werde schrittweise flexibler. Basis bleibe der bewährte Taktfahrplan. Das mache die Bahn gegenüber dem motorisierten Individualverkehr attraktiver.

Legende: Das Augenmerk legt die Strategie dabei auf bessere Kundeninformation im Störungsfall, den barrierefreien Zugang, neues, einheitliches Rollmaterial sowie die steigenden Bedürfnisse im Velotransport, erklärte SBB-Chef Vincent Ducrot. Keystone

Auf der Basis des Taktfahrplans soll Bahnfahren 2030 einfacher, bequemer und attraktiver werden. Die Pünktlichkeit sei zwar gut, aber «volatil», sagte der SBB-Chef Ducrot. Dazu trugen die 150 Baustellen im laufenden Jahr bei. Hier gelte es, die Befahrbarkeit der Strecken besser zu gewährleisten. Ausserdem soll zusätzliches Rollmaterial zum Einsatz kommen. Diese erste Etappe will die SBB bis 2025 bewältigen. Grossen Wert legt der Bahnchef auf eine bessere Kundeninformation bei Störungen.

Bahn soll attraktiver werden

Box aufklappen Box zuklappen

Um die Bahn gegenüber dem motorisierten Individualverkehr neben dem bewährten Fahrplan attraktiver zu machen, will die SBB den Fahrplan zugunsten des Freizeitverkehrs an den Wochenenden anpassen. Damit sollen direkte Verbindungen zwischen den Agglomerationen und den jeweiligen Tourismus- und Sportdestinationen geschaffen werden, wie Ducrot in Aussicht stellte.

Es gebe ausserdem Anpassungen beim Rollmaterial, um dem geänderten Freizeitverhalten, auch mit dem Velo, Rechnung zu tragen. Die SBB peilen allgemein eine Verbindung zwischen erster und letzter Meile an, wofür es mehr Parkplätze für Autos und Velos an den Bahnhöfen geben soll.

Weiter setzen die Bahnen gemäss Ducrot auf ein neues Tarifsystem. So gebe es Tarife nach Kilometern und Tarife in Verkehrsverbunden. Die Branchenorganisation Alliance Swiss Pass arbeitet derzeit an Vorschlägen. Diese sollten bis Ende 2022 vorliegen.

Eine bessere Effizienz will die SBB mit der Digitalisierung ihres Kerngeschäfts erreichen – der Unterhalt soll effizienter werden. Laut Ducrot wird die SBB dazu im Tessin ein neues Werk bauen. Bis 2030 will die Bahn zudem klimaneutral sein.

Fahrplan an Freizeitverkehr anpassen

Auch SBB Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar meinte, der Zeitpunkt für die neue Strategie sei genau richtig. Die Bahn müsse den Krisenmodus verlassen. Im Rekordjahr 2019 mit einem Passagierwachstum von sechs Prozent habe sich gezeigt, dass die Klimafrage für die Verkehrsmittelwahl wichtiger wurde. So könnte die SBB im Modalsplit hinzugewinnen.

Legende: Die neue Strategie der SBB baut auf deren Stärken auf, wie Verwaltungsratspräsidentin Monika Ribar gemäss Medienmitteilung erklärt. Keystone

Rendez-vous, 25.11.2021, 12 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

30 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community
    Danke fürs Mitdiskutieren. Wir schliessen hier die Kommentarspalte und wünschen einen schönen Abend. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Brigitte Hösli  (Brigitte H)
    Mit all den Maskenverweigerer im ÖV verzichte ich seit bald zwei Jahren auf Reisen, die nicht absolut notwendig sind. Denn leider sehe ich von Kontrolleure keine Kontrollen oder mindestens die Aufforderung die Masken zu benutzen. Warum gibt es keine speziellen Abteile für Virenschleuderer? Sollen wir Alten jetzt wieder aufs Auto umsteigen und so den Verkehr gefährden? Für mich keine Option, ich muss daher auf Reisen verzichten, bis die SBB dieses Problem gelöst hat.
    1. Antwort von Lothar Drack  (spprSso)
      Selbstverständlich bin auch ich weniger unterwegs die letzten zwei Jahre, hab sogar schweren Herzens mein GA nicht verlängert. Bin aber doch so viel im Zug unterwegs, dass ich mir erlaube, Ihnen zu widersprechen: Die Disziplin ist erstaunlich gut. Immer wieder erlebe ich auch Zugbegleitende (oder wie die heissen mögen), die nachlässige Personen auf die Maskenpflicht aufmerksam machen. Erstaunlich finde ich allerdings auch, dass Ihr Kommentar publiziert wurde, obwohl er weit ab vom Thema liegt.
    2. Antwort von Daniela Langenauer  (Daniela L.)
      Geimpft und geboostert würden Sie praktisch kein Risiko für sich in einem Zug eingehen.
  • Kommentar von Ringo Noki  (Rinok)
    In Lokführerkreisen bereiten ständig mehr Effizienz, engere Fahrpläne mit weniger Puffer bei Störungen und weniger Schnellbleiche-Ausbildungen Sorge um die Betriebssicherheit.