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Wirtschaft Bank of America muss Rekordstrafe zahlen

Im jahrelangen Streit über zweifelhafte Hypothekengeschäfte hat sich die amerikanische Grossbank Bank of America mit US-Behörden geeinigt. Sie zahlt eine Rekordbusse von mehr als 16 Milliarden Dollar.

Logo der Bank of America an einem Bankgebäude
Legende: Die Grossbank hat Kunden mit risikoreichen Hypothekenanlagen getäuscht. Keystone

Die Finanzkrise von 2008 holt die Bank of America ein: Die Grossbank büsst im Rahmen eines Vergleichs mit 16,65 Milliarden Dollar für Sünden der Vergangenheit, wie Justizminister Eric Holder mitteilte.

Das ist der höchste Betrag, den ein Unternehmen jemals in einer zivilrechtlichen Auseinandersetzung mit der US-Regierung zahlen musste. Bisher hatte die Bank JPMorgan mit 13 Milliarden Dollar den Bussenrekord gehalten. Dabei ging es um ähnliche Geschäfte.

Kunden mit risikoreichen Wertpapieren getäuscht

Der Bank of America wird vorgeworfen, Investoren beim Verkauf von Wertpapieren hinters Licht geführt zu haben, die mit Immobilienkrediten hinterlegt waren. Laut der Justiz hat die Bank den Käufern vor dem Zusammenbruch des Häusermarktes verschwiegen, wie schlecht es um die in den Wertpapieren enthaltenen Kredite stand.

Derart gebündelte Kreditpakte, die an Investoren in aller Welt verkauft wurden, gelten als Auslöser der grossen Finanzkrise. Sie eskalierte 2008 mit dem Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers und riss die Börsen weltweit in die Tiefe.

Die Rekordbusse setzt sich wie folgt zusammen: Die Bank zahlt einen Betrag von 9,65 Milliarden Dollar. Zudem hilft sie Schuldnern mit zusätzlich 7 Milliarden. Nach Angaben des Unternehmens wird sich der Vorsteuergewinn im laufenden Quartal wegen der Einigung um voraussichtlich 5,3 Milliarden Dollar verringern. Mit dem Vergleich und der Busse kann die Bank eine Klage und ein langwieriges Rechtsverfahren vermeiden.

Legende: Video Einschätzungen von Wirtschaftsredaktorin Marianne Fassbind abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.08.2014.

Die saftige Busse sei auch Beweis dafür, dass die US-Justiz an ihrem harten Kurs gegen fehlerhafte Banken festhalten will, sagt SRF-Wirtschaftredaktorin Marianne Fssbind. «Die Bank of America zählt zu jenen Banken, die am tiefsten in diesen Skandal involviert war. Sie hat nicht nur Ramschpapiere verkauft, sondern sie hat Hypotheken an zweifelhafte Kunden angeboten.»

Über 60 Milliarden an Bussen bezahlt

Die US-Behörden haben schon zahlreiche Grossbanken wegen zweifelhafter Hypothekengeschäfte zur Kasse gebeten. Zuletzt musste die Citigroup mit 7 Milliarden Dollar dafür büssen.

Die Bank of America hatte sich bereits im März nach langem juristischen Ringen dazu bereiterklärt, die beiden staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac mit 9,5 Milliarden zu entschädigen. Insgesamt wurde das Institut mit mehr als 60 Milliarden Dollar für riskante Hypothekengeschäfte zur Rechenschaft gezogen.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Thomi Capelli, Florida
    Wieso kapiert eigentlich keiner dass schlussendlich nicht die Bank diese enormen Summern bezahlt sondern wir die doofen Kunden mit hoeheren Gebuehren ($35 fuer einen Kontoueberzug von 1 Dollar), mehr Wartezeiten bis Geldueberwiesungen gemacht werden von der Bank (obschon sie das Geld umgehen bekommt wird es erst nach 3-5 Tagen gutgeschrieben), und hoheren Zinsen bei KReditkarten (locker um die 25%)??? Irgendwoher muss die Bank ja die Gelder nehmen. Sehr verwerflich to begin with...
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  • Kommentar von p.keller, kirchberg
    Wohin fliessen diese Milliarden-Beträge eigentlich - wozu werden diese verwendet?
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    1. Antwort von Peter Meier, Zürich
      Die werden natürlich verwendet damit die USA ihre nächste Zahlungsunfähigkeit weitere 2 Tage nach hinten verschieben können :)
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  • Kommentar von andreas meier, winterthur
    Finde ich super wie die USA die Grossbanken zur Rechenschaft ziehen. Schade nur,dass die Schweiz unsere Banken eher verhätschelt und dadurch zur nächsten kriminellen übertreibung freistellt.Ich denke nur: Wenn der einfache Bürger ähnlich wie damals die UBS spekulieren würde wäre er auf der Srasse gelandet.
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