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Wirtschaft Banken ungenügend auf Krise vorbereitet

Die US-Finanzaufsicht hat die mangelhaften Notfallpläne verschiedener Grossbanken gerügt – unter anderem auch jene der Schweizer Institute UBS und Credit Suisse.

Ein Schild einer Parkgarage, links zwei ausgeschaltete Besetzt-Zeichen, rechts die UBS- und CS-Logos.
Legende: Nichts gelernt aus der Krise? Die getroffenen Vorkehrungen der Grossbanken genügen den USA nicht. Keystone

Der Kollaps einer Grossbank dürfte weiterhin schwere Folgen für die Finanzwelt haben. Die Notfallpläne, mit denen die Institute ihre reibungslose Abwicklung gewährleisten sollen, stecken nach Ansicht der US-Aufseher voller Mängel.

Das gilt auch für UBS und CS. Die Notenbank Fed und die Einlagensicherung FDIC prüften ein weiteres Mal die sogenannten Testamente («living will») von elf Finanzinstituten, unter ihnen auch die beiden Schweizer Grossbanken. Sie forderten die Banken am Dienstag auf, ihre Notfallpläne zu überarbeiten.

Galgenfrist bis nächsten Sommer

Die Aufsichtsbehörden teilten den betroffenen Banken mit, welche Mängel sie angehen müssen. Grundsätzlich kritisierten sie, dass die Annahmen der Banken für die Abwicklungspläne «unrealistisch» und «inadäquat» seien, zum Beispiel mit Blick darauf, wie sich Kunden, Gegenparteien oder Investoren in Krisenfällen verhielten.

Zudem hätten die Banken keine Änderungen in ihrer Firmenstruktur angestossen, welche eine Abwicklung bei einer wirtschaftlichen Schieflage vereinfachen würden. Bis Mitte 2015 müssen die Banken ihre verbesserten Pläne abgeben.

6 Kommentare

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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    Eine Firma mit 13% Eigenkapital Decke wird böswillig, leichtsinnig und mutmasslich am Abgrund geführt. Da die Motivation von Banken CEO's eher krimineller Natur ist sollt die Politik das Problem beheben. Da aber in der Schweiz nicht alle Parteien ihre Spenden offen legen wollen, wissen wir nicht genau welche Parteien wie korrupt operieren. Ergo, muss das Volk reagieren und alle Grossparteien abwählen damit in der Schweiz wieder Volkspolitik und nicht Wirtschaftsfilz Politik betrieben wird.
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    1. Antwort von E.Wagner, Zug
      Es sollte endlich mit den Lobbyisten in der Wandelhalle aufgeräumt werden. Denn die sind das Übel bei unserer Politiker und ausserdem haben wir diese nicht gewählt.
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    2. Antwort von R.Käser, Zürich
      @Wagner, ich gehe davon aus, dass 70-80% der Politiker aus den Grossparteien lediglich die Jünger von Lobbyisten sind. Wir, das Volk wird von diesem Filz regelrecht ausgeraubt! Wir sollten in diesem Zusammenhang nich an Linke oder Rechte denken, wir sollten in diesem Zusammenhang an Volksfeinde von Links bis Rechts denken. Wir müssen die Grosspartein im 2015 vernichtend degradieren, wenn wir diesem Filztreiben den Riegel schieben wollen. Ich hoffe, dass sich das Volk die fehlbaren Namen merkt.
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  • Kommentar von Peter Huber, Brülllach
    Voll und ganz Ihrer Meinung. Bussen dürfen die Institute ja auch von den Steuer(zahler)n abziehen und den Aktionären geht es auch nicht schlechter. Weitere Mitarbeiter auf die Strasse stellen käme auch noch in Frage, das freut dann auch wieder so manchen. Mich nicht.
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  • Kommentar von F.F. Stierli, Urdorf
    Na ja, mit diesen mickrigen Salären und Boni unserer Bankmanager darf man auch nicht zu viel erwarten. Die unsägliche Geldgier scheint bei den Verantwortlichen jeglichen gesunden Menschenverstand und Lernfähigkeit außer Kraft zu setzen. Sollte mal alles wieder alles außer Kontrolle geraten haben wir ja immer noch den Staat und deren Bürger (Steuerzahler) die den Karren aus dem Dreck ziehen!
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Richtig, nur, die gerettete Bank (UBS) habe zurueckbezahlt, mit Zins und Zinseszins... sagt man
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