Banken ungenügend auf Krise vorbereitet

Die US-Finanzaufsicht hat die mangelhaften Notfallpläne verschiedener Grossbanken gerügt – unter anderem auch jene der Schweizer Institute UBS und Credit Suisse.

Ein Schild einer Parkgarage, links zwei ausgeschaltete Besetzt-Zeichen, rechts die UBS- und CS-Logos.

Bildlegende: Nichts gelernt aus der Krise? Die getroffenen Vorkehrungen der Grossbanken genügen den USA nicht. Keystone

Der Kollaps einer Grossbank dürfte weiterhin schwere Folgen für die Finanzwelt haben. Die Notfallpläne, mit denen die Institute ihre reibungslose Abwicklung gewährleisten sollen, stecken nach Ansicht der US-Aufseher voller Mängel.


Rüffel für Schweizer Grossbanken UBS und CS

1:32 min, aus SRF 4 News aktuell vom 06.08.2014

Das gilt auch für UBS und CS. Die Notenbank Fed und die Einlagensicherung FDIC prüften ein weiteres Mal die sogenannten Testamente («living will») von elf Finanzinstituten, unter ihnen auch die beiden Schweizer Grossbanken. Sie forderten die Banken am Dienstag auf, ihre Notfallpläne zu überarbeiten.

Galgenfrist bis nächsten Sommer

Die Aufsichtsbehörden teilten den betroffenen Banken mit, welche Mängel sie angehen müssen. Grundsätzlich kritisierten sie, dass die Annahmen der Banken für die Abwicklungspläne «unrealistisch» und «inadäquat» seien, zum Beispiel mit Blick darauf, wie sich Kunden, Gegenparteien oder Investoren in Krisenfällen verhielten.

Zudem hätten die Banken keine Änderungen in ihrer Firmenstruktur angestossen, welche eine Abwicklung bei einer wirtschaftlichen Schieflage vereinfachen würden. Bis Mitte 2015 müssen die Banken ihre verbesserten Pläne abgeben.