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Wirtschaft Basler Kantonalbank stellt 100 Millionen Bussgeld bereit

Die Basler Kantonalbank rüstet sich für eine US-Busse wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Für eine mögliche Geldstrafe und Verfahrenskosten stellt die Bank eigenen Angaben zufolge 100 Millionen Franken zurück. Andere Schweizer Finanzinstitute lassen sich derweil noch Zeit.

Legende: Video BKB legt Millionen zurück abspielen. Laufzeit 0:19 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 19.12.2013.

Die Basler Kantonalbank BKB rüstet ihre Kriegskasse mit 100 Millionen Franken auf. Nach Aussage der BKB reagiere man damit auf eine Forderung der Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma. Diese sei an alle Banken gegangen, welche US-Steuergesetze verletzt hätten.

Die Finma wies diese Darstellung zurück. Es gebe in dieser Angelegenheit keine Aufforderung an die Banken. Man stehe bezüglich des Themas aber in engem Kontakt mit dem Dachverband der Schweizer Wirtschaftsprüfer. Man schaue derzeit die Abschlüsse der Banken an, so die Behörde. Es sei daher gut möglich, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine Empfehlung betreffend allfälliger Rückstellungen gemacht werde.

Reaktion auf US-Steuerstreit

Die Rückstellungen der BKB sind eine Reaktion auf den US-Steuerstreit und die damit verbundenen drohenden Klagen.

Die Höhe der Rückstellungen basiert laut der BKB auf den aktuellen Risikoeinschätzungen und den anzunehmenden Verfahrenskosten. Die Forderung der FINMA Rückstellungen zu bilden ging an alle Banken der Kategorie eins und zwei.

Weniger Gewinn

Durch die Rückstellungen halbiere sich der Gewinn 2013 im Vergleich zum Vorjahr, teilte die BKB mit.

«Mit diesem Entscheid dokumentiert die Bank erneut ihren Willen und ihre Bereitschaft, den US-Steuerfall einvernehmlich abzuschliessen», wird Interims-Präsident Andreas Sturm zitiert.

Weitere Banken lassen sich Zeit

Andere Schweizer Bankinstitute, welche sich in der gleichen Kategorie befinden, lassen sich derweil noch Zeit mit den Rückstellungen.

Die Bank Julius Bär, die auch mit einer Busse aus den USA rechnet, hat bislang noch keine Gelder auf die Seite gelegt. Konzernchef Boris Collardi begründetet dies damit, dass die Höhe der Busse noch nicht abschätzbar sei. Die Zürcher Kantonalbank ZKB, welche in dieselbe Risikokategorie gehört, wollte sich bisher nicht zu dem Thema äussern.

Anders die Credit Suisse. Die Grossbank hatte bereits 2011 Rückstellungen in der Höhe von 295 Millionen Franken geäufnet.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Geiger, Ermatingen
    Diese 100 Milionen zockt die Bank ihren Kunden ab. Das ist legalisierter Diebstahl. Wann werden die Schuldigen endlich zur Rechenschaft gezogen? Wie lange lassen sich die Kunden noch an der Nase herumführen? Holt doch Euer Geld. Auf diesen 1/2 % Zins können sie auch verzichten.
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    1. Antwort von R.Käser, Zürich
      Unser BR hat das Abkommen organisiert ohne Bedingung dass die Bonijäger belangt werden. Dieser Bundesrat hilft den Bonijäger wo er kann und nicht dem Volk. WZBW (Was zu beweisen war)
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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    100mio. zahlen die Kunden der BK indirekt an die USA obwohl die Kunden sich nicht strafbar gemacht haben. Aber die straffälligen Bänker der BK halten sich schadlos. Das ist wie wenn ich in einem Parkhaus nicht zahle und die Parkbusse bezahlt das Parkhaus. Damit das Parkhaus das Geld dazu hat verlangt es von allen Kunden eine höhere Parkgebüht. Das ist das Rechtsverständnis in der USA und der Schweiz.Solche Mechanismen sind uns ja schon von den PK´s bekannt.
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    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Jaaaaaahhh - Sie haben es erfasst. Und interessanterweise haben diejenigen, die die Parkgebühr nicht bezahlen und die, die dann die viel zu hohen Bussen verteilen dasselbe Banner! Nun, mein lieber Herr, sollte Ihnen doch das Lämplein auch aufgehen, wie der Trick funktioniert: Ami parkt falsch. Anderer Ami gibt Busse und Schweizer bezahlt.
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    2. Antwort von R.Käser, Zürich
      @Dreier, Bitte ganz genau noch erwähnen: UNSCHULDIGER Schweizer bezahlt. Die Schuldigen haben Ihre Boni im trockenen und lachen sich einen Schranz.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    100 mio. werden nicht reichen. Danach erfinden die Amis wieder ein neues Fantasiegesetz, welches rückwirkend gelten soll, und dann wieder und wieder. Das ist ein Fass ohne Boden zur Schwächung unseres Landes. Wehren wir uns, solange wir noch stark genug sind!
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    1. Antwort von Marlene Zelger, 6370 Stans
      Logisch, dass die Amis unser Geld brauchen, Damit finanzieren sie u. a. die Hochsicherheitsanlagen an den Grenzen zu Mexiko, um sie vor "illegalen" Einwanderern zu schützen. Können diese die Grenze doch passieren, werden sie mit viel Bürokratie, Personal und Gerichtsverhandlungen und dann in kalten Löchern hausend und von Sicherheitsleuten streng bewacht, malträtiert. Das kostet Dollars!!! (Echo der Zeit" www.srf1.ch)
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    2. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Soll das ein Einschüchterungsversuch sein - schon wieder? Und immer indirekt, ts, ts, ts... Glauben die Amis, sie seien die einzigen, welche Psychopathen im Regiment haben, welche den Hexenhammer gelesen haben? Die spinnen, die Amis und ihre fanatischen Anhänger!
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