Baumeister wollen nicht über Löhne verhandeln

Die Gewerkschaft Unia hatte eine Lohnerhöhung von 150 Franken für alle Bauarbeiter gefordert. Doch die Baumeister wollen keine Verhandlungen. Stattdessen werfen sie der Unia vor, die Sozialpartnerschaft zu untergraben.

Kräne bei der Siedlung Glattpark in Zürich Oerlikon

Bildlegende: Die Gewerkschaft Unia will eine Lohnerhöhung von 150 Franken für alle Bauarbeiter. Die Baumeister lehnen das ab. Keystone

Im Baugewerbe stehen die Zeichen wieder einmal auf Sturm: Die Baumeister werden vorerst nicht mit den Gewerkschaften über die Löhne für das kommende Jahr verhandeln.

Der Zentralvorstand habe entschieden, definitiv auf Lohnverhandlungen mit der Unia und der Syna zu verzichten. Das sagte Martin Senn, Vizedirektor des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV).

Vorwürfe an die Unia

Der Verband wirft der Unia vor, eigenständig zu überprüfen, ob es in Unternehmen Lohndumping gibt. Dabei verwende sie vertrauliche Daten, was die Sozialpartnerschaft untergrabe.

Unia wollte an den Verhandlungen mit den Baumeistern eine Lohnerhöhung von 150 Franken für alle Bauarbeiter erreichen. Die Gewerkschaft bezeichnete diese Lohnforderung angesichts der guten wirtschaftlichen Lage im Bausektor als «mehr als vernünftig».