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Wirtschaft Bei den Privatbanken läuten die Alarmglocken

Es sind schlechte Zeiten für die Privatbanken: Das Bankgeheimnis ist geknackt, die Regulierungen längst verschärft und jetzt auch noch der Mindestkurs aufgehoben. Wie am traditionellen Mediengespräch klar wurde, rechnen die Privatbanken damit, dass ihre Zahl weiterhin abnehmen wird.

Legende: Video «Kleine Privatbanken kämpfen ums Überleben» abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 20.01.2015.

Schweizer Privatbanken und Vermögensverwalter sorgen sich um ihre weltweit führende Position. Nachdem das grenzüberschreitende Bankgeheimnis geknackt, der Konkurrenzkampf härter und die Regulierungen verschärft wurden, sorgt nun der SNB-Entscheid für weiteren Druck.

Die Geschäftsmodelle der Privat- und Vermögensverwaltungsbanken glichen jenen von Exportindustrie und Tourismus: Die Kosten fallen vorwiegend in Franken an, die Erlöse hingegen zu 80 Prozent in Fremdwährungen, wie Boris Collardi, Chef der Bank Julius Bär und Präsident des Assetmanagement- und Vermögensverwaltungsverbandes VAV beim jährlichen Mediengespräch in Bern sagte.

Wenn nun also der Franken derart stark bleibe, würden Einnahmen und die Profitabilität sinken, «wenn wir nichts machen», sagte Collardi. Er erwartet, dass sich die Konsolidierung im Private Banking beschleunigt. Zwischen 2005 und 2013 habe die Zahl der Privatbanken in der Schweiz bereits von 182 auf 139 abgenommen.

In fünf Jahren könnten es nur noch 100 sein, prognostizierte Collardi. Die Banken müssten ihre Geschäftsmodelle überdenken und sich auf Kundengruppen respektive Länder konzentrieren, um die Kosten zu optimieren. Sie würden dazu voraussichtlich mehr im Ausland investieren und Dienstleistungen verlagern respektive zusammenlegen.

Christoph Gloor, Teilhaber der Basler Privatbank La Roche 1787 und Präsident der Vereinigung Schweizerischer Privatbanken, kritisierte die Schweizerische Nationalbank (SNB). Vom Negativzins auf den Giroguthaben seien Privatbanken und Vermögensverwalter mehr betroffen, während grosse Banken von hohen Freibeträgen profitierten.

6 Kommentare

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  • Kommentar von N. Humkekoblenz, koblenz
    So was aber auch. Ich war letzte Woche als Deutscher auf einer CH Bank. Dort wollte ich ein kleines Konto oder Sparbuch eröffnen. Die günstigste Variante war mit 60 Franken Gebühr im Jahr und einer Buchung/ Monat umsonst. Ich war geschockt. In D. Ist das alles Gebührenfrei, die Bank darf ja damit umsonst mit Meinen Geld handeln. In anderen Ländern ist das ähnlich. Schweizer Banken verdienen genug. Nur ist Es nun mal vorbei mit der Abzockerei. Willkommen im Leben.
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    1. Antwort von Rolf Künzi, Winterthur
      Gebührenfrei für wen, für Schweizer die im Ausland leben? Dann machen Sie doch ein Konto in Ihrem Land auf. Nicht willkommen.
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    2. Antwort von N. Humke, koblenz
      @ r. Künzi Ja, auch ausländische Schweizer können in Deutschland kostenlos ein Konto führen. Da ich aber in der Schweiz Liegenschaften habe und in D. Wohne weiß ich es.
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    3. Antwort von Hans müller, chur
      @humke Dann machen sie dich ein eur konto in de ist viel sicherer und der euro ist extrem stabil .... Wieso jammern, sie haben eine liegenschaft in der schweiz und profitieren von unserer stabilität und hohen mieterträgen, also was sind 60.-- ??! Willkommen im leben ! Nur von uns profitieren
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    4. Antwort von fritz meier, zürich
      Und die Deutschen Banken diskreminieren CH kunden und verlangen sogar noch mehr und zahlen nicht mal einen Zins,von wegen alles Gebührenfrei
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    5. Antwort von t.simmler, Zürich
      Habe ein deutsches Konto bei einer deutschen Bank (da ich eine Immobilie in D besitze). Spesenfrei????? Da kann ich nur lachen. Meine Bank in D zockt genau so unverschämt ab, wie unsere CH-Banken
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