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Wirtschaft Bekommt Griechenland erneut 10'000'000'000 Euro?

Die Katze ist aus dem Sack: Der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras hat erstmals Zahlen zu einem dritten Hilfspaket für sein Land genannt. 10 Milliarden Euro!

Porträt von Finanzministers Ioannis Stournaras.
Legende: Der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras hofft auf einen weiteren EU-Geldsegen. Reuters

Bis Juli 2014 sei alles, was Griechenland benötige, gedeckt, sagte Stournaras dem griechischen Nachrichtensender Skai. Danach gebe es zwei Möglichkeiten: «Entweder wenden wir uns an die Märkte oder wir bitten um ein neues Finanzierungspaket.»

Der voraussichtliche Fehlbetrag im derzeitigen Rettungsprogramm: 10 Milliarden bis 10,5 Milliarden Euro.

Die Diskussion über weitere Griechenland-Hilfen hatte der deutsche Finanzministers Wolfgang Schäuble auf einer Wahlkampfveranstaltung neu entfach.

Einige Ökonomen hingegen halten den Schuldenstand des Krisenlandes auf Dauer für nicht tragbar und plädieren daher für einen zweiten Schuldenschnitt, bei dem auch Deutschland auf Geld verzichten müsse. Zu einem Schuldenschnitt meinte Schäuble: «Never again!»

6 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Was politisch gemacht werden sollte, sollte die Politik machen, was wirtschaftlich gemacht werden sollte, sollte die Wirtschaft machen. Nur in dieser EU-Politik ist Politik & Wirtschaft dermassen eng zwangs-verknüpft, dass es kaum Hoffnung auf eine wirkliche Lösung geben kann. Und der EURO macht diese Verknüpfungen und Sach-Zwangs-Abhängigkeiten noch enger und komplexer. - NB: Es ist nicht nur GR, das in der Schei..e steckt...!
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  • Kommentar von Hans Knecht, Torny
    "Professionelle Hilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe", IKRK. Und mit zusätzlichen Krediten ist nicht geholfen, sondern durch die Zinslast werden die eigenen Möglichkeiten nur noch mehr eingeschänkt, quwasi eine selbst-Versklavung.
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Das Gebilde, das diese Versklavungsmöglichkeit geschaffen hat, heisst EU. Und wäre es nicht die EU, so würden "Andere" es wahrscheinlich auch so ähnlich machen.
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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Eine vierte Tranche, dann ein Schuldenschnitt, dann eine fünfte Tranche, dann ein Schuldenschnitt, dann eine sechste, und so weiter, glaubt denn wirklich noch jemand daran, dass die Griechen je in die Lage kommen wollen, wieder auf eigenen Füssen zu stehen? Man gewöhnt sich so schnell an Unterstützung, wenn das Geld einmal fliesst, setzt man doch alles daran, dass es niemals aufhört zu fliessen. Eine reine Schlitzohren-Taktik, Europa hat gar keine andere Wahl mehr, als dieses Spiel mitzuspielen.
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    1. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Von den Hilfsgeldern bleibt rein gar nichts in GR sondern diese fliessen direkt an die Gläubiger - die europäischen Banken, welche sonst pleite gehen. Die Hilfe ist nichts anderes als eine Bankenrettungsaktion für Banken, welche sich verspekuliert haben, angelockt von den Zinsen und Renditemöglichkeiten.
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    2. Antwort von H. Girschweiler, 9500 Wil SG
      H. Bernoulli: Klar haben Sie recht. Die Banken investierten in die Schuldverschreibungen der EU-Länder. Der Club Med (d.h. IT, GR, CY, SP, P) waren u. sind wirtschaftl. schwach, somit müssen Sie höhere Zinsen bezahlen. Das Anleger Möglichkeiten suchen, hohe Renditen zu erwirtschaften erscheint logisch. Es handelte sich immerhin um EU-Staaten. Was Sie den Banken vorwerfen, kann man genau so der EU u. EZB vorwerfen.
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