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«Bilanz»-Ranking Familie Blocher neu unter den zehn Reichsten

Am Freitag veröffentlicht das Magazin «Bilanz» die Liste mit den 300 Reichsten der Schweiz. Erstmals in den «Top 10» zu finden ist die Familie von Christoph Blocher.

Legende: Video Vermögenssteigerung dank Börsengewinnen abspielen. Laufzeit 2:20 Minuten.
Aus 10vor10 vom 23.11.2017.

Die 300 Reichsten Personen und Familien der Schweiz dürfen sich freuen: Ihr Vermögen ist in diesem Jahr um 60 Milliarden Franken angestiegen. Gemeinsam besitzen sie neu 674 Milliarden Franken, wie das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» bekanntgab.

Hinter dem Geldsegen steckt gemäss «Bilanz» die gut laufende Börse. Ein Vermögen von 100 Millionen Franken ist nötig, damit man in die Liste der 300 Superreichen aufgenommen wird.

4 Milliarden mehr für die Blochers

Erstmals in den «Top Ten» zu finden ist die Familie Blocher. Das Vermögen von Christoph und Silvia Blocher und ihren Kindern wird auf 11 bis 12 Milliarden Franken geschätzt. Das sind rund vier Millliarden mehr als im vergangenen Jahr.

Primär sei der grössere Reichtum darauf zurückzuführen, dass die Aktien des Ems-Chemie-Konzerns deutlich an Wert zugelegt hätten, schreibt die «Bilanz». Zudem habe Christoph Blocher erstmals Einzelheiten der Erbübertragung offengelegt.

Die ersten drei Plätze des Vermögens-Rankings belegen wie bereits vor einem Jahr die Ikea-Familie Kamprad, Bier-Milliardär Jorge Lemann sowie die Roche-Gründerfamilien Hoffmann und Oeri:

Platz 1: Familie Kamprad

Ingvar Kamprad mit seinen Söhnen Jonas, Mathias und Peter.
Legende: Ingvar Kamprad mit seinen Söhnen Jonas, Mathias und Peter (von links). ZVG

Die schwedische Familie Kamprad hat mit günstigen Möbeln ein Vermögen von 48 bis 49 Milliarden Franken angehäuft. Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist in Schweden mittlerweile kürzer getreten. Seine Söhne Jonas, Peter und Mathias haben das Ruder übernommen. Alle drei verfügen über den Schweizer Pass.

Platz 2: Jorge Lemann

Jorge Lemann.
Legende: Jorge Lemann ist mit Bier reich geworden. Reuters

Mit Bier hat Jorge Lemann sein Vermögen gemacht. 28 bis 29 Milliarden Franken sollen es sein. Er lebt in Brasilien und am Zürichsee. In den 1980er Jahren übernahm Lemann die brasilianische Brauerei Brahma und baute diese zum weltgrössten Bierkonzern AB InBev auf.

Platz 3: Familien Hoffmann und Oeri

André Hoffmann.
Legende: André Hoffmann ist Verwaltungsrat des Roche-Konzerns. SRF

Das Vermögen der Roche-Gründerfamilien Hoffmann und Oeri wird auf 24 bis 25 Milliarden geschätzt. Die Familien treten oft als grosszügige Gönner in Erscheinung. André Hoffmann richtete beispielsweise in der südfranzösischen Camargue auf einer Fläche von 2500 Hektaren ein Naturschutzgebiet ein. Die vier Schwestern der Familie Oeri haben 50 Millionen Franken für einen Erweiterungsbau des Kunstmuseums Basel gestiftet.

40 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Es ist bekannt, dass das Geld ab einer gewissen Summe für sich selber arbeitet, sich selber vermehrt. Das wäre ja kein Problem. Ich wünsche mir einfach, dass diese Reichen sich nicht so sehr vom Alltagsmenschen entfernen. Insbesondere, wenn sie die politischen Geschehnisse und somit die Lebensbedingungen dieser Menschen direkt beeinflussen wollen. Dann sollten sie sich gefälligst die Mühe nehmen, Zeit zu Zeit zu dein einfachen Menschen zu gehen und einen Einblick in ihr Leben zu gewinnen.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Warum werden die Reichen immer reicher und schneller Reich-- und der Rest ärmer ? Ganz einfach--- weil die Reichen mit immer mehr Vermögen Rationalisierungen durchsetzen und somit mit weniger Nieder- Lohnempfängern, immer noch mehr Produzieren- das geht nur solange gut, wie die Büezer noch kaufen können, dann ist Ende der Wachstumsstange ! Die entwickelten Länder wachsen darum kaum noch ! Denken sie bitte über das gut nach, ihr Reichen und Macht - Politiker ! :-)
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  • Kommentar von Frank Henchler (Fränki)
    Ein Rechtspoplist und der Medienmogul der Schweiz unter den Top 10. Na dann bleibt nur zu sagen. Immer schön SVP weiterwählen. Dann klappts auch weiterhin mit der zunehmenden Diskrepanz zwischen Arm und Reich. Ein Hoch auf's Volch.
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    1. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      F. Henchler Sie schreiben so,als nur Ch. Blocher an allem Schuld sei was die Armut betrifft,der eigenen Bevölkerung gegenüber und den vielen Menschen,die auf unsere finanzielle Hilfe angewiesen sind.Es wäre nicht gut,wenn die CH nur noch ein, ein-Parteiensystem hätte, wüste wirklich nicht ob es uns dann immer noch so gut ginge, wie es uns eigentlich heute noch geht. Die Reichen bezahlen Millionenbeiträge an Steuern, dies vergisst man vielleicht, vor lauter Euphorie über das liebe Geld der Welt.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      "Die Reichen bezahlen Millionenbeiträge an Steuern, dies vergisst man vielleicht, vor lauter Euphorie über das liebe Geld der Welt." Seit den Panama-Papers, und spätestens seit den Paradise-Papers sollte auch in der Schweiz angekommen sein, dass die Reichen genau das eben nicht tun und nur immer davon reden. Unter anderem die Partei von Ch. Blocher ist mit verantwortlich, dass es keine griffigeren Gesetze gibt gegen solches Tun. Und damit ist er eben doch ziemlich direkt mitverantwortlich.
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    3. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      H.P.M. sind bei Ihnen alle Reichen gleich,ob sie von links, rechts oder der Mitte her kommen? Ich sage nicht, dass er nicht mitverantwortlich ist in gewissen Bereichen, was Kapital, Banken, Steuern usw. angeht, jedoch bin ich erstaunt, dass aus gewissen Kreisen, immer nur CH. Blocher erwähnt wird. Bei den Banken gab es z.B. eine Unheilige Allianz mit der SP. Bei der Verteilung von 1.3 Milliarden an Osterweiterung bekommt SVP leider keine Unterstützung,wo die Gegenleistung seitens der EU fehlt.
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    4. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      F. H. was der Raubbau an geht,da bin ich ein stückweit einverstanden.Jedoch in diesen Länder gibt es auch Korruption. Entwicklungshilfegelder gehen auch,an die Administrationen die es braucht um zu kooperieren mit Menschen in diesen Länder.Die Welt hat mittlerweile nicht 3.5 Milliarden, sondern das doppelte 7 Milliarden.Da müsste man sich fragen,ist dies auch in Zukunft tragbar.Flüchtlingskrise ist auch einen Teil von Religionskriegen,da sie sich untereinander bekämpfen,traurige Angelegenheit.
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    5. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      H.P.M. für Paradise-Papers weiss ich nicht ob Sie Parteien Verantwortlich machen können,oder ob dieser Entscheid nicht doch eher bei jedem einzelnen liegt.Sonst müsste man für die Sozialausgabe,die sehr gestiegen sind,gewisse Parteien in die Verantwortung ziehen,damit eine gewisse Ausgewogenheit entsteht.Denn oft gibt es Begehrlichkeiten,sei dies bei Gewinne,oder beim Ausgeben von sozial-Gelder.Was mich einfach stört, dass Ch.B. den man ständig beschuldigt, er gehört dazu, jedoch nicht nur er.
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    6. Antwort von Stefan Müller (StefanMüller)
      " die Partei von Ch. Blocher ist mit verantwortlich, dass es keine griffigeren Gesetze gibt gegen solches Tun" Eine unglaubliche Unterstellung. Bitte beweise. 1. Die neusten Aufdeckungen der Panama Papers sind Stand jetzt nicht Gesetzeswidrig. 2.betrifft sicher nicht die Schweiz und die SVP. Es kommt meistens von den Staaten oder Wissen der Staaten welche eben bei kleinen Staaten das Bankgeheimnis abschaffen lassen. Und die Linken sollen mal Rechtfertigung ablegen was sie den Steuergelder machen
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