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Mega-Deal der Privatbahn BLS kauft Stadler-Züge für 650 Millionen

Stadler Rail erhält einen Grossauftrag der Berner Privatbahn. Die BLS bestellt beim Thurgauer Unternehmen 58 Züge.

  • BLS kauft für 650 Mio. Franken 58 sechsteilige, einstöckige Triebzüge vom Typ «Flirt».
  • Es ist die grösste Rollmaterialbeschaffung der BLS-Geschichte.
  • Die neuen Züge sollen ab 2021 bis 2026 schrittweise in Verkehr gesetzt werden.

Die BLS hatte Ende 2014 angekündigt, für eine Milliarde Franken neue Züge für den Regionalverkehr zu kaufen. Anfang letzten Jahres gab das Unternehmen bekannt, vier Anbieter seien noch im Rennen. Zuletzt reichten aber nur noch Stadler Rail und Bombardier konkrete Angebote ein, wie die BLS am Dienstag mitteilte.

Jenes des Thurgauer Fahrzeugbauers habe preislich, qualitativ, betrieblich und bezüglich Komfort für die Fahrgäste die Kriterien am besten erfüllt. «Besonders erfreulich ist, dass die Beschaffungskosten (. . .) deutlich unter den beim Start des Verfahrens geschätzten Kosten liegen», schreibt die BLS.

Legende: Video BLS setzt auf Stadler Rail abspielen. Laufzeit 1:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.05.2017.

Die BLS will sie im RegioExpress-Betrieb einsetzen, also etwa für die Linie von La Chaux-de-Fonds (NE) nach Domodossola respektive Zweisimmen (BE) via Bern und Spiez. Auch auf dem Netz der Berner S-Bahn sollen die Züge fahren.

Der Zuschlag wurde den Anbietern am 1. Mai mitgeteilt. Sie haben nun eine Beschwerdefrist von 20 Tagen. Die endgültige Auftragsvergabe steht unter dem Vorbehalt der Mittelzusagen durch den BLS-Verwaltungsrat, Bund und Kantone.

Passagiere konnten mitreden

Die Kriterien für die Ausstattung und Ausgestaltung der neuen Züge hatte die BLS in enger Zusammenarbeit mit der Kundenorganisation Pro Bahn erarbeitet. Beispielsweise wurden Sitztests durchgeführt. Die Bedürfnisse der Fahrgäste will die BLS nun auch bei der Detailplanung der neuen Züge berücksichtigen.

21 Kommentare

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  • Kommentar von Helmut Meier (Helmi)
    Hatte gestern Abend ein Tel. mit Canada, wurde geklagt über Bombardier, bekommen Mia. Stützung vom Staat und bezahlen top Boni an ihre Manager. Sieht nicht gut aus, Quebec hat den Auftrag an Bombardier, gleich gestrichen.
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  • Kommentar von Urs Sahli (sahliu)
    Nochmals "allfällige Einsprache von Bombardier". Bevor diese Firma gegen den Entscheid der BLS zu Gunsten von Stadler-Rail Einspruch erheben will, soll sie dafür besorgt sein, dass die längst überfälligen SBB Kompositionen endlich ausgeliefert werden. Bei der SBB derart in Lieferverzug und dann eventuell Einspruch erheben weil der BLS Auftrag nicht bei ihnen landet. "GEITS NO"!!!!
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    1. Antwort von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
      Manchmal liegt der Ball beim Kunden, der noch alles mögliche und unmögliche geändert haben will. Was logischerweise zu Mehrkosten und Lieferverzögerungen führt. In diesem Fall muss sich die SBB selber an der Nase nehmen.
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  • Kommentar von Urs Sahli (sahliu)
    Ehrlich, eine Einsprache von Bombardier würde mich nicht überraschen. Die erheben ja überall wo sie nicht zum Zuge kommen Einsprache. Das ist leider die Realität. Verzögerungen und Verteuerungen sind denen ja wurscht. Es ist zu hoffen und zu wünschen, dass an diesem Entscheid nicht mehr gerüttelt wird.
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