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Börsen brechen ein Schweizer Börsenkurse geben nach

Der «Flash Crash» hat Auswirkungen auf die Schweizer Börse: Der SMI gab zu Handelsbeginn um vier Prozent nach. Inzwischen hat sich der Verlust bei knapp zwei Prozent eingependelt.

Legende: Audio Kursabsturz an der Börse abspielen.
2:51 min, aus Rendez-vous vom 06.02.2018.

Auswirkungen in der Schweiz: Schon am Montag schloss der Schweizer Aktienindex SMI mit 1,3 Prozent im Minus, nun geht die Talfahrt weiter: Die Kurse sackten kurz nach Handelsbeginn am Dienstag um 4 Prozent ab. «Das ganze Tableau ist rot, sämtliche 20 SMI-Titel verlieren», beschrieb SRF-Wirtschaftsredaktor Iwan Liebherr die Szene. Vor allem Bank-Aktien waren unter Druck. Das sei allerdings nicht aussergewöhnlich, wenn ein Anstieg der Zinsen erwartet werde, so Liebherr. Der SMI erholte sich im Verlauf des Morgens allerdings etwas, bis Mittag lag das Minus bei knapp 2 Prozent.

Die Gründe für den «Flash Crash» des Dow Jones am Montag: «Händler machen zwei Gründe für den Kurssturz aus», sagt SRF-Wirtschaftsredaktor Massimo Agostinis. So sei die Information, dass die US-Notenbank die Zinsen in den kommenden Monaten weiter erhöhen wird, bei den Anlegern jetzt definitiv angekommen. Ausserdem werde befürchtet, dass die wegen des guten Wirtschaftsganges gewährten Lohnerhöhungen die künftigen Gewinne der Unternehmen drücken werden. «Deshalb fliehen die Anleger aus den Aktien dieser Unternehmen.» Der zweite Grund ist im nun schon länger anhaltenden Aufwärtstrend der Börsen zu suchen, der auch einmal mehr zu Ende ist. «Das könnte nun der Fall sein», so Agostinis.

Das sagt US-Präsident Donald Trump zum Kurssturz: Das Weisse Haus übt sich in Beschwichtigung. Dort heisst es, die US-Wirtschaft stehe auf einem stabilen Fundament. Tatsächlich zeigen die Unternehmensabschlüsse der vergangenen Wochen, dass die Wirtschaft robust unterwegs ist und die Firmen sehr viel Geld verdienen. Doch in Zukunft könnten die Gewinne wieder sinken – weil eben die Zinsen und die Löhne steigen.

Massimo Agostinis

Massimo Agostinis

Der ehemalige Korrespondent in Italien arbeitet seit 2015 in der Wirtschaftsredaktion von Radio SRF.

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