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Wirtschaft Bombardier streicht 7000 Stellen – Schweiz ist auch betroffen

Der Zug- und Flugzeugbauer mit Sitz in Montreal, Kanada, baut weltweit 7000 Stellen ab. Die Produktionsstätten in Villeneuve, Zürich und Winterthur, in denen Züge produziert werden, stünden zwar nicht im Fokus, seien vom Abbau aber mit betroffen.

Der Zug- und Flugzeugbauer Bombardier streicht in den nächsten zwei Jahren weltweit 7000 Arbeitsplätze, davon allein 3200 bei der Zugsparte. Das kündigte der kanadische Konzern heute in Montreal an.

Von Konzernseite hiess es, dass die Schweizer Produktionsstätten Vielleneuve, Zürich und Winterthur zwar nicht im Fokus stünden, vom Abbau aber «mitbetroffen» seien. Wieviele Arbeitsplätze hierzulande genau gestrichen würden, konnte der Mediensprecher nicht angeben. Ein guter Teil des Abbaus sei aber voraussichtlich über natürliche Fluktuation zu realisieren.

Umsatz deutlich geschrumpft

Damit werde die Stellenzahl an den Bedarf angepasst und die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert, hiess es zur Begründung. Die in Deutschland ansässige Zugsparte Bombardier Transportation hatte 2014 weltweit 39'700 Beschäftigte, davon rund 1000 in der Schweiz.

Der Umsatz der Zugsparte schrumpfte nach Angaben vom Mittwoch im vergangenen Jahr von 9,6 Milliarden auf 8,3 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank leicht von 469 Millionen Dollar auf 465 Millionen Dollar. Der Konzern hatte schon in den vergangenen Jahren immer wieder Stellen gestrichen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Kim Hansson (Freddy Tobler)
    Wie zu jedem der fast täglich erscheinenden Artikel betreffend Massenentlassungen schreibe ich: das bedingungsloses Grundeinkommen ist die einzig humanitäre Lösung um der fortschreitenden Automatisierung zu begegnen. Es würde jedem Sicherheit geben und die Innovation fördern, ja sogar die Wirtschaft stärken da mehr konsumiert würde....
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    1. Antwort von Walter Starnberger (Walter Starnberger)
      Damit wäre das BGE ideal für strukturschwache Länder wie Griechenland oder Portugal.
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Das BGE "bedingungsloses Grundeinkommen" ist politisch und gesellschaftlich heute noch nicht vermittelbar. Zu sehr verharrt man in einer inzwischen rund 500 Jahre alten, sich immer weiterentwickelnden Wirtschaftskultur, welche ja sehr erfolgreich und gut war und noch ist. Leider aber wird man aber nicht mehr weitere 500 Jahre so weitermachen können. Es zeichnen sich indessen aber bereits die Probleme ab, die aber nur noch nicht erkannt werden wollen.
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    3. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Machbarkeitsfrage: Herr Walter Starnberger, ein BGE müsst so in die Wirtschaft & Gesellschaft eingebettet und implementierbar sein, dass es die zwingend auch benötigten Leistungsanreize und Inovationen nicht unterläuft oder gar eliminiert. Da liegt das grösste Problem der Realisierbarkeit des BGE's. Es beürfte also just Querdenker in der Politik & Wirtschaft der neuen und besonderen Art. - So kluge Köpfe haben wir nicht unter unseren Akademiker bzw. Politiker & Wirtschaftsfachleuten.
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