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Wirtschaft Boykott oder Kursverlust: Wird Novartis abgestraft?

Vasellas Ruf ist angekratzt. Doch wie steht es um Novartis selbst? Ein Experte sagt einen nachhaltigen Reputationsschaden voraus.

Obwohl die Leute mittlerweile abgestumpft sind ob der hohen Abfindungen der Manager, wird der Fall der Person Daniel Vasella wie auch dem Unternehmen Novartis nachhaltigen Schaden zufügen. Davon ist Bernhard Bauhofer, ein auf Reputationsmanagement spezialisierter Unternehmensberater, überzeugt.

Die Novartis-Aktie ist zwar bislang nicht abgestürzt, doch längerfristig sei es durchaus denkbar, dass institutionelle Anleger wie beispielsweise Pensionskassen ihre Aktienpositionen aufgrund solcher Vorfälle überdenken werden. «Negative Effekte werden sich nicht kurzfristig, sondern langfristig zeigen, aufgrund anders ausgerichteter strategischer Überlegungen», schätzt Bauhofer.

Effekt auf Konsumverhalten

Nicht zu unterschätzen seien zudem die Reaktionen der Konsumentinnen und Konsumenten: «Wenn diese den Namen Novartis auf der Verpackung sehen, überlegen sie sich sehr gut, ob sie das Produkt kaufen, oder ob sich nicht etwas gleichwertiges, beispielsweise ein Generikum, finden lässt.» Dies gelte insbesondere für nicht verschreibungspflichtige Medikamente.

Der Fall Vasella kommt laut Bauhofer just zu einer Zeit, in der die Öffentlichkeit für solche Exzesse äusserst sensibilisiert ist. Am 3. März stimmt das Schweizer Stimmvolk über die Abzocker-Initiative ab.

6 Kommentare

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  • Kommentar von A. Planta, Chur
    Der Verzicht vom Vasella auf die 72 Mio. lässt aufhorchen. Mit oder ohne Abzockerinitiative wird es in Zukunft nicht mehr so ohne Weiteres möglich sein, solche exorbitant hohe Summen und goldene Fallschirme an Manager zu entrichten. Spätestens wenns ums Image geht kennen solche Firmen wie Novartis kein Pardon.
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    1. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Das mag schon stimmen, doch haben solche Firmen in der Vergangenheit immer Mittel und Wege gefunden Verbote zu umgehen. In Zukunft wird man solche Sachen buchhalterisch unauffälliger durchziehen, da bin ich sicher.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    wenn nun Vasella seine 200 Millionen Aktienwert auf den Markt wirft, wird die Firma einen Börsensturz erleben und könnte nur durch einen Rückkauf das schlimmste verhindern. Andererseits ist das Vertrauen in die Schweizer Wirtschft optimiert wenn den Abzockern die Hände gebunden sind und sie nicht mehr die Firmen aushöhlen können.
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  • Kommentar von Johnny Feierabend, Bern
    Die Anleger und Konsumentinnen und Konsumenten wissen sehr genau zu unterscheiden zwischen den hervorragenden Produkten von Novartis und dem Fehlverhalten einzelner Exponenten dieser Firma.
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