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Wirtschaft Buffetts Holding scheffelt Milliarden

Der mittlerweile 82jährige Warren Buffet hat noch immer ein gutes Näschen für gute Geschäfte. Seine Holding Berkshire Hathaway verzeichnet ein ausgesprochen erfolgreiches zweites Geschäftsquartal – mit sehr viel Gewinn.

Er zeigte es wieder einmal allen. In den vergangenen drei Monaten machte Warren Buffets Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway 4,5 Milliarden Dollar Gewinn – 46 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Vergleich: Die Credit Suisse und die UBS kommen zusammen auf etwa ein Drittel davon.

Warren Buffett lächelt und klatscht in die Hände
Legende: Gutes Näschen, sehr gutes Quartal: Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat ein glänzendes zweites Quartal hinter sich. Keystone

Buffets Geheimnis: Sein gutes Näschen für Unternehmen. Er beteiligt sich an diversen Konzernen. Er fordert: eine langfristig gute Aussicht, kompetente und ehrliche Manager – und er müsse das Geschäft verstehen. Unternehmen wie Coca Cola, IBM, die Schweizer Rückversicherung Swiss Re oder neu der Ketchup-Riese Heinz gehören zu seinen Favoriten.

In letzter Zeit setzt Warren Buffett auf Eisenbahnnetze und Kraftwerke. Erst im Mai kaufte er einen Stromversorger aus Nevada für 10 Milliarden Dollar. Auch die Solarindustrie kann auf ihn zählen.

Bekannt für seinen Wortwitz

1,78 gross, graues Haar und Hornbrille, Outfit wie eh und je: So tritt Buffett regelmässig vor Studenten und in Fernsehsendungen auf. Er ist bekannt für seinen Wortwitz. Er sei eifersüchtig auf die US-Notenbank FED, sagte er erst kürzlich. Er hätte auch gerne eine Maschine, mit der sich ohne Kosten Geld drucken liesse.

Dass es irgendwann doch kosten wird, weiss auch Buffett. Interessant werde es, wenn es eines Tages ans Abwickeln gehe. «Es ist gewöhnlich sehr viel einfacher zu kaufen als zu verkaufen – das weiss ich aus eigener Erfahrung», so Buffett. Für einmal scheint also auch der Starinvestor keine Antwort und kein Näschen dafür zu haben, was passiert, wenn die Notenbanken ihre lockere Geldpolitik eines Tages ändern.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Gewinne in solchen Dimensionen sind problematisch, weil die Gefahr besteht, dass damit keine Nachfrage erzeugt wird (Übersättigung). Die Erwerbstätigen müssen ja mehr produzieren, als sie nachfragen können, damit die Gewinne finanziert werden können. Die Frage ist nun, wer kauft diese Mehrproduktion, wenn diejenigen, welche die Gewinne einnehmen, übersättigt sind und die Gewinne nur reinvestieren, wenn dies wiederum zu mehr Gewinn führt (->exponentielles Vermögenswachstum).
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  • Kommentar von Matthias Fischer, Morissille
    Wenn Gewinne durch gute Geschäftsführung erzielt wurden, applaudiere ich auch gerne.Wenn er aber auf dem Rücken der Arbeitnehmer erzielt wird (verschlechterung der Arbeitsbedingungen, Stellenkürzungen, Auslagerung in Billiglohnländer, etc.), gibts von mir nur ein müdes Kopfschütteln. Wies Herr Buffett geschafft hat, ist mir nicht bekannt. Dass er von seinem Gewinn bereit einiges verschenkt hat, hab ich auch schon gehört, immerhin...
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  • Kommentar von Pepe Gafner, 3803 Beatenberg
    "Starinvestor, goldenes Näschen" was soll das? Buffet ist nichts als der König der Parasiten. Sie alle produzieren nichts, schaffen keine Werte und leben somit auf Kosten der Arbeiterschaft. Ein moderner Sklavenhalter und kein Held!!
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    1. Antwort von Mike Brunner, Lachen
      Coca-Cola, Ketchup, Eisenbahnen, Versicherungen, Technologiekonzerne etc. sind keine Werte? Da arbeiten 100'000ende von Leuten (sie mögen es Sklaven nennen) und produzieren und entwickeln nützliche Dinge. Buffet ist und lebt wohl bescheidener als mancher Durchschnittsfüdlibürger hier, vielleicht zuerst mal etwas informieren und nachdenken bevor gemotzt wird!
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    2. Antwort von Pepe Gafner, Beatenberg
      @ brunner. Narürlich sind die Firmen was Wert! Eben das was sie an nützlichen Dingen produzieren für die wir alle dankbar sind und bereit sind zu bezahlen. Bloss wären sie genau gleich viel Wert ohne den Herrn Buffet der ihnen Milliarden entzieht ohne etwas dafür zu tun. Oder?
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    3. Antwort von Hans Tanner, Bern
      @Gafner Der Investor/Aktionär stellt grob gesehen sein Geld einer Firma für Löhne und Rohstoffe, etc. zur Verfügung, ohne welches all die nützlichen Dinge nicht produziert werden könnten. Arbeitsbedingungen, Lohnhöhen, etc. einmal ausser acht gelassen, wäre das Unternehmen gleich viel Wert ohne Kapital, ohne die Herren "Buffets"?
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    4. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      @ H. Tanner: Das Problem ist, dass Investoren/Aktionäre ihr Geld nur dann zur Verfügung, wenn ein Vermögenswachstum nach dem Zinseszinsprinzip, d.h. exponentiell, möglich ist. Das zwingt die Wirtschaft zum exponentiellen Wachstum, denn ohne ist dieser Anreiz nicht finanzierbar und ohne diesen Anreiz wird nicht investiert -> Abwertsspirale, Krise usw. -> Kapitalismus = zwang zum exponentiellen Wachstum bis zum Kollaps.
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