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Bund schreitet ein Swisscom verlangte von Mitbewerbern zu hohe Preise

Legende: Audio Swisscom verlangte zu viel für Mitbenutzung des Netzes abspielen. Laufzeit 04:05 Minuten.
04:05 min, aus Rendez-vous vom 12.02.2019.
  • Die Telekom-Riesin Swisscom muss Sunrise und Salt die Mitbenutzung ihres Netzes zu tieferen Preisen erlauben.
  • Die Preissenkungen erfolgen dabei rückwirkend für die Jahre 2013 bis 2016.
  • Das hat die Eidgenössische Kommunikationskommission ComCom entschieden, wie sie mitteilt.
  • Die Swisscom prüft den Weiterzug des ComCom-Entscheids an das Bundesverwaltungsgericht.

Die Swisscom hat in den Jahren 2013 bis 2016 für die Mitbenützung ihres Netzes von Mitbewerbern in vielen Fällen zu hohe Preise verlangt. Zu diesem Schluss kommt die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom). Die Konkurrenten Sunrise und Salt haben bei der ComCom die Überprüfung der Preise verlangt.

Dabei habe sich die ComCom bei der Berechnung dieser Preise nicht auf die realen Kosten, sondern auf die hypothetischen Kosten gestützt, schreibt die Kommission. Das sind Kosten, mit denen eine effiziente Anbieterin rechnen müsse, wenn sie heute ein neues Netz mit der neuesten verfügbaren Technologie erstellen würde. Erstmals habe man sich auf ein Kostenmodell abgestützt, das nicht mehr auf Kupfer-, sondern auf Glasfaserleitungen beruhe.

Swisscom prüft Weiterzug

Die Swisscom prüft nun, ob sie sich gegen den ComCom-Entscheid zur Wehr setzen und die strittigen Grundsatzfragen ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen soll, wie es in einer Mitteilung des Telekomkonzerns heisst.

Man habe derweil wegen der Risiken in den Verfahren bereits Rückstellungen für die Jahre 2013 bis 2016 gebildet. Es werde von finanziellen Auswirkungen in Höhe eines tiefen zweistelligen Millionenbetrags pro Jahr ausgegangen, präzisierte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Der finanzielle Ausblick der Gruppe für das laufende Jahr bleibe indes unverändert.

Legende: Video Aus dem Archiv: Die «letzte Meile» – wann die Mitbenutzung kostet abspielen. Laufzeit 00:48 Minuten.
Aus ECO vom 05.02.2018.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Leu (tleu)
    Wenn Sunrise jetzt dann UPC übernimmt, kann sie dann ja das UPC-Festnetz auch gegen Entgelt der Swisscom zur Verfügung stellen. Vielleicht sind dann aber tiefe Preis nicht mehr so toll.
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  • Kommentar von Verena Schär (Nachdenklich)
    Mit unserem Kundengeld hat die Swisscom die meisten Frequenzen ersteigert. Werden die anderen bald auch da Geld verlangen oder Frequenzen. Ganz bestimmt. Der Privatrubel muss rollen.
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  • Kommentar von Verena Schär (Nachdenklich)
    Ich finde es nicht fair, dass die Swisscom Geld zurückzahlen muss. Das Erstellen von Glasfasern ist immer noch voll im Gange, kostet nicht wenig. Diese Investitionen müssen sicherlich nicht wir als Swisscom-Kunden mit-bezahlen. Über die Jahre entstehende Abschreibungen können dann weiter gegeben werden. Es ist unglaublich wie die Privatanbieter sich auf Kosten der Swisscom und mir als Kunde bereichern wollen. Mietzinssenkungen wären opportun und schenken viel mehr ein. Da werden wir geschröpft.
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