Chefetage von Schmolz und Bickenbach gibt nach

Mehr Geld und ein neuer Verwaltungsrat: Das bisherige Gremium des Stahlkonzerns Schmolz und Bickenbach lenkt ein.

Schmolz & Bickenbach.

Bildlegende: Die ausserordentliche Generalversammlung von Schmolz & Bickenbach findet am 26. September statt. Keystone

Der Verwaltungsrat des Stahlkonzerns Schmolz und Bickenbach schlägt der ausserordentlichen Generalversammlung (GV) eine Kapitalerhöhung von mindestens 430,5 Millionen Franken vor.

Mit der Kapitalerhöhung könne sich das Unternehmen langfristig auf einer soliden finanziellen Basis weiterentwickeln, teilte das Unternehmen mit.

Zudem willigt er einer vollständigen Erneuerung des Verwaltungsrates ein. Sieben der acht Verwaltungsräte haben ihren Rücktritt bereits angekündigt. Nun wird mit Manfred Breuer auch der letzte VR seinen Platz räumen.

Vekselberg nimmt Bezugsrechte wahr

Der Verwaltungsrat hatte sich bisher für eine weniger starke Kapitalerhöhung eingesetzt und sich damit an der GV Ende Juni zunächst durchgesetzt. Damals hatten die Aktionäre eine Erhöhung um 330 Millionen Franken beschlossen.

Renova-Besitzer Viktor Vekselberg besitzt derzeit zusammen mit den Gründerfamilien 40,46 Prozent der Aktien von Schmolz und Bickenbach. Seine Gruppe werde im Rahmen der Kapitalerhöhung die Bezugsrechte voll ausüben, hiess es weiter.