China testet Freihandelszone Shanghai

Es ist ein grosses Experiment im Reich der Mitte: Die Megacity Shanghai wird zum Pilotprojekt für die weitere Liberalisierung der chinesischen Wirtschaft. Sie wird zu einer Freihandelszone.

Blick auf das moderne Shanghai.

Bildlegende: Shanghai wird dank der Freihandelszone zum «Mini-Hongkong». Keystone

In Shanghai sollen verschiedene Reformen getestet werden, die im Falle eines Erfolgs später auf ganz China ausgedehnt werden könnten. Die Zone erstreckt sich über knapp 29 Quadratkilometer im Stadtteil Pudong im Osten von Shanghai.

Das grosse Ziel des Projektes: Die chinesische Währung soll frei konvertierbar werden – zumindest schrittweise. Experten sprechen von einem Meilenstein auf dem Weg zur Liberalisierung des Yuan.

Bis 2020 internationales Finanzzentrum?

In den Genuss der experimentellen Freiheit kommen der Finanzbereich, die Schifffahrt und die Kultur. Das Versprechen lautet: weniger Steuern, weniger Bürokratie, weniger Zölle

Die Zone soll der entscheidende Baustein werden, der Shanghai bei seinem Plan hilft, bis zum Jahr 2020 zu einem internationalen Finanzzentrum aufzusteigen.

Bislang gelten strenge Beschränkungen für Chinas Finanzsektor. Der chinesische Kapitalverkehr ist stark abgeschottet. Der Yuan ist zwar im Warenverkehr umtauschbar, aber nicht in Kapitaltransaktionen.

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