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Wirtschaft China und Schweiz kommen sich näher

Das Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China biegt auf die Zielgerade ein. Ein bedeutender Schritt – nicht nur für den Standort Schweiz.

Legende: Video Bern und Peking einigen sich abspielen. Laufzeit 4:16 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.05.2013.

China und die Schweiz haben auf technischer Ebene die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen abgeschlossen. Nun leiten sie die nötigen Schritte ein, damit der Vertrag unterschrieben werden kann. Die Verhandlungen hatten die Schweiz und China offiziell Anfang 2011 aufgenommen.

Zuletzt ging es noch um Fragen zu Industrie- und Agrarprodukten. Während die Schweiz tiefere Importzölle für Industriegüter verlangte, strebte China an, seine Agrarprodukte einfacher in der Schweiz verkaufen zu können. Genau das löste bei SVP und Konsumentenschützern Kritik aus. Sorge bereitete unter anderem der Aspekt der Lebensmittel-Sicherheit, die gefährdet werden könnte.

Vorteil gegenüber der EU

Für die Schweiz ist das Abkommen äusserst bedeutend, wie SRF-Wirtschaftsredaktorin Marianne Fassbind sagt. «Es ist nicht nur für die Exportwirtschaft wichtig, sondern auch für den Standort Schweiz.» Schweizer Unternehmen hätten es künftig einfacher, in China Fuss zu fassen. «Es bringt der Schweiz aber auch Wettbewerbsvorteile gegenüber der EU, die noch kein solches Abkommen hat.»

Legende: Video «Abkommen ist sehr wichtig» (Tagesschau, 13.5.2013, 19.30 Uhr) abspielen. Laufzeit 1:22 Minuten.
Vom 13.05.2013.

Das Departement von Bundesrat Johann Schneider-Ammann will nun der Landesregierung am Mittwoch das ausgehandelte Abkommen vorlegen. Die Schweiz und China würden das Ergebnis als nächstes einer rechtlichen Prüfung unterziehen, um das Abkommen unterschriftsreif zu machen.

Besuch in der Schweiz

Chinas Premierminister Li Keqiang kommt am 24. Mai zu einem offiziellen Besuch nach Bern. Er wird dort von Bundespräsident Ueli Maurer, Aussenminister Didier Burkhalter und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann  empfangen. Hauptthema soll das Freihandelsabkommen sein.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    Grosse Ehre für unser kleines Land.China-Bashing unserer Medien+ Menschenrechtsverbände IST EIN SKANDAL. Diese halten sich jedoch komischerweise zu 9/11 vornehm zurück,was Inszenierung+Vergiftung + millionenfachen Mord betrifft.Demokratie+Gewaltentrennung konnten aber 9/11 nicht verhindern+muss daher überdacht werden.CHINA IST HORT DER DISZIPLIN + SICHERHEIT. Polizei wird dort nicht ausgelacht. Ich plädiere für Auslagerung unseres Strafvollzuges aus CH Hotelleriebetrieb nach China.
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Es ist aber auch Zeit geworden, sich mal um einen wirklich grossen Markt zu kümmern, der sehr viel mehr Möglichkeiten bietet, als es die EU jemals bieten kann.
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  • Kommentar von Werner Kotz, Sislen
    Sehr geehrter Herr Schneider - Amman werfen Sie doch mal einen einen Blick auf die Liste der in China angewandten Foltermethoden, veröffenlicht z.B. von Amnesty International Oder ganz einfach. Google: Folter China Dann wird Ihnen genau so wie ich heisse
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Googeln Sie ruhig weiter und lernen Sie auch mal, weshalb es da so weit gekommen ist. Vielleicht dämmert es dann auch Ihnen mal, dass man so ein "Masse" nicht von heute auf morgen in eine andere Richtung bewegen kann. NB: Folter usw. kennen auch die USA, oder haben Sie das schon vergessen ?
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