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Wirtschaft Chinesen kaufen Swissmetal-Fabriken

Die chinesische Beteiligungsgesellschaft Baoshida übernimmt die Swissmetal-Werke in Reconvilier (BE) und Dornach (SO). Der Nachlassverwalter der in Liquidation stehenden Kupferprodukteherstellerin hat den Kaufvertrag genehmigt, wie Swissmetal mitteilt.

Legende: Video Chinesen investieren bei Swissmetal abspielen. Laufzeit 1:24 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 20.12.2012.

Baoshida kauft über seine Schweizer Tochtergesellschaft sowohl die Anlagen, die Einrichtungen und Warenlager der Swissmetal an beiden Standorten. Auch das geistige Eigentum, alle Markenrechte sowie die Grundstücke in Reconvilier, gehen an die neue Besitzerin, wie es in der Mitteilung heisst. 

Baoshida habe sich verpflichtet, sämtliche Mitarbeiter an beiden Standorten zu übernehmen. Zum Übernahmepreis werden keine Angaben gemacht.

Grundstücke werden vermietet

Die Grundstücke des Betriebs in Dornach dagegen verbleiben im Eigentum von Swissmetal, die sie an Baoshida vermietet. Dies weil das gesamte Swissmetal-Grundstück in Dornach zu gross ist. Baoshida benötigt für die Produktion nur einen kleinen Teil davon. Der Rest dürfte an die Gemeinde Dornach zurückfallen.

Die Gemeinde ist gerade deswegen froh um den Verkauf. Man könne nun endlich weiter planen, was mit dem Areal geschehen soll. Eine künftige Mischnutzung mit Gewerbe und Wohnen steht dabei im Vordergrund.

Marke Swissmetal bleibt erhalten

Mit der Übernahme durch die chinesische Gesellschaft Baoshida fallen auch sämtliche Swissmetal-Markenrechte an die neue Besitzerin. Trotzdem wird der Name Swissmetal nicht verschwinden. Baoshida plane den Namen als Markenbezeichnung weiterhin zu verwenden.

Bereits im Juli wurde über die Übernahme spekuliert, als Baoshida eine Schweizer Tochter ins Handelsregister eintrug. Baoshida Schweiz ist ebenfalls im bernischen Reconvilier ansässig.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Ehrsam, 8966
    Schweiz bleibt Schweiz, auch wenn sie nicht mehr da ist........ääh..?!
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  • Kommentar von Karl-Heinz Plum, Frankfurt am Main
    Vor nicht langer Zeit konnte man überall in den Kommentaren lesen, dass die Schweiz sich mehr China zuwenden solle. Jetzt sind die Chinesen da und es ist auch nicht recht. Der globale Markt ist nun mal keine Einbahnstrasse.Im übrigen sagte schon Lenin: der Kapitalist verkauft seinem Henker noch den Strick, an dem er aufgehängt wird
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Da besteht schon noch ein Unterschied, ob wir mit Chinesen handeln, oder ob Chinesen Land und Firmen aufkaufen, finden nicht? China hat bereits scheibenweise die halbe Welt, besonders USA+Afrika aufgekauft, und die ganze Welt schaut zu! Sowas darf uns nicht gefallen!
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Gestern ein Hotel in Engelberg, heute die Swiss metalll...und morgen??? Der Ausverkauf der Heimat an die Grossmacht China gibt zu denken. Wird die kleine Schweiz bald in deb Krallen des "gelben Riesen" China sein?' Seien wir wachsam vor der "gelben Gefahr", von der schon vor Jahrzehnten die Rede war!
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