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Wirtschaft Chinesen wollen mit Freihandel den Schweizer Markt entwickeln

Das Schweizer Freihandelsabkommen mit China öffnet den Chinesen den helvetischen Markt. Umgekehrt schützen die Chinesen aber ihre Industrie, wenn bessere Produkte aus der Schweiz kommen sollten.

Burkhalter und Wang.
Legende: Bundesrat Burkhalter und Chinas Aussenminister Wang: Man hat sich nicht in der Mitte getroffen. Keystone

Die Stadt Ningbo exportierte 2012 Waren für 160 Millionen Franken in die Schweiz. Vor allem Kleider, Kabel und Plastikprodukte. Die Einfuhren sind in diesem Jahr um 80 Prozent gestiegen. Der Vertreter der Lokalregierung begründet dies mit den niedrigen Importzöllen.

Win-Win-Situation – für China

Der Schweizer Markt ist für China klein. Aber es bietet eine Möglichkeit, «den Schweizer Markt zu entwickeln», so der Manager einer Kleiderfabrik in Ningbo. De facto ist es aber ein Testlauf. Das Ziel für China ist ein Abkommen mit der EU.

Legende: Video «Chinas Wirtschaft hofft auf Europa» abspielen. Laufzeit 2:07 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.07.2013.

Die beiden Länder haben mit dem Abkommen nicht gleiche Möglichkeiten. Für Schweizer Importe gibt es Einschränkungen bei Industriegütern. Dazu gehören Uhren, Pharma- und Milchprodukte sowie Textilmaschinen. Die chinesische Regierung wird diese Zölle nur langsam, teilweise oder gar nicht abschaffen. Dies wurde von der Schweizer Politik so akzeptiert.

24 Kommentare

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  • Kommentar von F. Kramer, Zürich
    "Chinesen wollen mit Freihandel den Schweizer Markt entwickeln"! Unser Bundesrat wird deshalb die Schweiz demnächst auf der Liste der Entwicklungsländer eintragen lassen. Mit Burkhalter und Schneider in der Regierung steht dieser Registrierung nichts mehr im Wege.
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  • Kommentar von juerg stucki, rotorua nz.
    Ihr werdet das blaue (oder besser gesagt das gelbe) wunder erleben liebe schweizerbuerger!
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      juerg stucki, rotorua nz : Wir sind bereits daran das blaue Wunder zu erleben, man nennt es EU, Personenfreizügigkeit und in der Folge werden wir selbst von unserer Regierung zurechtgebogen. - Ein Chinese sagte mir mal: "Wir sind wie eine Banane, aussen gelb und innen weiss! - Dh. sie sind genau so wie wir es eben auch sind, gar keine Frage.
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Wie ich es schon in einem anderen Blog geschrieben habe: Allein der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass ein Land, das am anderen Ende der Welt liegt und dessen Bewohner ganz anders ticken als wir "christlich" geprägten Europäer, auf die Dauer kein guter "Partner" sein kann. Ich sehe dies kommen: Entweder werden wir von der EU noch ganz verschluckt oder wir stellen auf eine modernisierte "Anbauschlacht" um, wobei es nicht sicher ist, wie lange das gehen würde. Ihr lacht? Abwarten!!
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    BR Schneider scheint nicht mehr zurechnungsfähig zu sein. Wie kann er ein Abkommen unterzeichnen, welches China Vorteile bringt, indem es seine Wirtschaft vor "besseren" CH Produkte schützt, anderseits den Chinesen den CH Markt erobern lässt. . Soeben vernehme ich in 10 vor 10, dass ein Chinatown in Zürich im Haus der ehemal. Börse entstehen wird. China ist daran, die CH zu erobern.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      China ist die Zukunft, gute Frau. Ist das noch nicht bis Stans durchgedrungen?
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    2. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Welche Zukunft, Herr Planta? Sie meinen natürlich die wirtschaftliche, aber diese allein wird auf die Dauer nicht genügen. Auch diesem Riesenreich werden einmal die Reifen platzen. Das zeigt die ganze Weltgeschichte, in der schon ganze andere Weltmächte mit noch besseren Märkten an ihre Grenzen gestossen sind, als beste Beispiele GB und die USA. Es ist noch nie gut herausgekommen, wenn ein Land und Volk seine "Seele" einer vorübergehend scheinbar übermächtigen Nation verkaufte.
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    3. Antwort von Lorenz Bertsche, 9320 Arbon
      Ganz Ihrer Meinung Herr Stump. Am Schluss Ist man ein Sklave wenn man seine eigene Seele verkauft.
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    4. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Lorenz Bertsche, 9320 Arbon : Wir haben uns bereits schon verkauft! Was jetzt folgt ist lediglich die Quittung für unser eigenes Versagen, das in der Politik und eben auch in der Wirtschaft begonnen hat. (Swissair, Personenfreizügigkeit, Bilaterale zu unserem Nachteil, nicht einmal eine glaubwürdige Landesverteidigung kriegen wir hin!)
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    5. Antwort von Albert Planta, Chur
      Juha Stump, Zürich: Warum gleich so melancholisch? Der grösste Handelspartner der Schweiz ist die EU und wird es wohl aus geografischen Gründen auch bleiben. Eine zu grosse Abhängigkeit zur EU birgt jedoch Gefahren. Darum wollte schon der Blocher, dass sich die Schweiz mit der USA ein Handelsabkommen ausarbeiten würde. Dies ist wohl vor Allem für die Nationalkonservativen hinfällig geworden.
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