Chinesischer Chemiekonzern steigt bei Pirelli ein

Der italienische Reifenhersteller Pirelli wird chinesisch. Die Kontrolle über das italienische Traditionsunternehmen geht schrittweise an die China National Chemical Corporation ChemChina über.

Reifen in einer Reihe aufgereiht.

Bildlegende: Der italienische Reifenhersteller Pirelli wird nach China verkauft. Reuters

Der italienische Reifenhersteller Pirelli wird in einem 7,1 Milliarden Euro schweren Geschäft von einem chinesischen Unternehmen übernommen. Die China National Chemical Corporation (ChemCorp) teilte mit, das Unternehmen zu kaufen.

Die Reifen-Sparte der Chinesen soll zunächst den 26,2-Prozent-Anteil übernehmen. Noch gehört dieser Anteil einer Investoren-Gruppe um den russischen Ölkonzern Rosneft und Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera. Weitere Aktionäre sind die Banken Intesa Sanpaolo und Unicredit. Anschliessend folgt ein Gebot für den Rest des italienischen Traditionsunternehmens.


China kauft italienisches Traditionsunternehmen

1:13 min, aus SRF 4 News aktuell vom 23.03.2015

Italienische Firmen sind in China beliebt

Mit der Übernahme erhält ChemCorp Zugang zur Technologie für die Herstellung von Premium-Reifen – zum Beispiel für die Formel-1-Rennfahrt. Pirelli wiederum kann mit einer grösseren Präsenz im Wachstumsmarkt China rechnen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich China für ein italienisches Unternehmen interessiert. So ist beispielsweise auch eine Beteiligung am italienischen Luxus-Yacht-Hersteller Ferretti in chinesischer Hand.