Clariant wandelt sich - und fällt beim Gewinn zurück

Der Spezialchemiekonzern Clariant hat 2012 deutlich mehr umgesetzt. Dennoch ist der Gewinn rückläufig. Die Erwartungen von Branchen-Analysten sind dennoch mehr als übertroffen worden.

Aufnahme eines Clariant-Betriebsgebäudes mit einem rauchenden Kamin vor einem blauen, mit Schäfchenwolken überzogenen Himmel.

Bildlegende: Der Chemieriese ist unterwegs zu neuen Ufern. Eine Transformation, die 2012 am Reingewinn nagte. Reuters

Mehr Umsatz bei kleinerem Gewinn. Der Spezialchemiekonzern Clariant hat 2012 7.78 Milliarden Franken umgesetzt. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 5,6 Prozent.

Konzern wird umgebaut

Der Betriebsgewinn vor Restrukturierungskosten fiel mit 619 Millionen Franken aber um 13,6 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Der Reingewinn sank um 5,2 Prozent. In den Kassen verblieben 238 Millionen Franken. Damit gelang es dem Konzern nicht, an das vorangegangene Jahr anzuschliessen. 2011 hatte Clariant mit dem besten Resultat seit mindestens einem Jahrzehnt abgeschlossen.

Allerdings befindet sich Clariant in einer Transformationsphase. Verwaltungsrat und Management haben vor zwei Jahren mit der Übernahme der deutschen Süd-Chemie eine Neuausrichtung des Konzerns eingeleitet. In deren Rahmen wurde letzten Frühling auch der Verkauf von fünf ertragsschwachen Geschäftsbereichen beschlossen.

Mit dem Ergebnis hat Clariant die Erwartungen der Branchenanalysten beim Umsatz erfüllt und beim Gewinn sogar übertroffen. Diese hatten - nicht fortgeführte Sparten mitgerechnet - mit einem Umsatz von 7,79 Milliarden Franken und einem Reingewinn von 193 Millionen Franken gerechnet.