Computerprobleme legen Nasdaq lahm

Eine fehlerhafte Software beschert den Händlern an der New Yorker Technologiebörse eine unfreiwillige Auszeit. Fast drei Stunden lang ging nichts mehr.

Nachrichten-Laufband am New Yorker Times Square zeigt an, dass der Handel an der Nasdaq gestoppt wurde.

Bildlegende: Nachrichten-Laufband am New Yorker Times Square: Eine technische Panne zwingt den Nasdaq in die Knie. Keystone

Technische Probleme haben den Handel an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq mehrere Stunden lahm gelegt. Rund zweieinhalb Stunden nach Börsenstart kam es zum totalen Stillstand.

Nach Angaben des Börsenbetreibers waren Softwareprobleme schuld am Absturz. Diese hatten dazu geführt, dass Daten nicht richtig übertragen werden konnten.

30 Minuten vor Schluss lief alles wieder normal

Erst rund 30 Minuten vor Börsenschluss liefen die Computer an der zweitgrössten Aktienbörse der USA wieder normal. Alle Orders, die während des Stillstandes getätigt worden waren, wurden gestrichen.

Die Nasdaq war zuletzt wegen Pannen beim Börsengang von Facebook ins Gerede gekommen. Im Mai akzeptierte sie eine Strafe von zehn Millionen Dollar – so viel musste eine Börse noch nie für Fehler bezahlen.

Erst am Dienstag hatte es eine Handelspanne an den US-Börsen gegeben. Die Investmentbank Goldman Sachs tätigte wegen technischer Probleme versehentlich eine Flut an Optionsgeschäften. Der Markt geriet in Aufruhr.