Credit Agricole schreibt Rekordverlust

Das französische Geldinstitut verzeichnet den höchsten Verlust seit dem Börsengang 2001. Die Bank verbuchte 2012 ein Minus von 6,5 Milliarden Euro. Schuld sind Fehlentscheide des Managements.

Fassade der Bank Credit Agricole

Bildlegende: Abschreibungen und hohe Steuern setzten der französischen Bank zu. Keystone

Die Zahlen sind beeindruckend: Allein im vierten Quartal verlor die Bank Credit Agricole knapp 4 Milliarden Euro. Die Aktionäre müssen nun auf die Dividende verzichten. Die Bank musste 2012 über 4 Milliarden abschreiben und hohe Steuern bezahlen. Total verlor die Bank 6,5 Milliarden Euro.

Die Bank hatte die wertlose griechische Tochter Emporiki verkauft und hoffte auf eine Steuermässigung. Die französischen Behörden entschieden anders. Diese Entscheidung kostete das Institut 838 Millionen Euro.

Falsche Strategie

Vor 2008 verschätzte sich das Management und expandierte kräftig. Zu den Käufen gehörte nicht nur die kürzlich wieder abgestossene Bank Emporiki in Griechenland. Auch in anderen Ländern tätigte die Führung Fehlkäufe: In Spanien erwarb das Management Bankinter, in Portugal die Banco Espirito Santo und in Ungarn das gesamte Retail-Banking.

Die Bank habe dennoch immer noch genügend Eigenmittel, meinen Analytiker.