Credit Suisse in USA zu neuer Busse verknurrt

Ein Gericht in Texas hat die Schweizer Grossbank zu einer Strafe von 287,5 Millionen Dollar verurteilt. Credit Suisse hatte 2007 einen Investor mit falschen Zahlen zur Unterstützung eines Kredits von 540 Millionen Dollar gebracht.

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Bildlegende: Es könnten noch weitere Bussen auf die Grossbank zukommen. Reuters

Das Urteil geht zurück auf eine Entscheidung von Geschworenen in Texas vom Dezember, wonach die Bank 2007 einen Investor mit falschen Zahlen zur Unterstützung eines Kredits von 540 Millionen Dollar für ein Projekt in Nevada gebracht hatte. Das Projekt «Lake Las Vegas», das 27 Kilometer vom Las Vegas Boulevard entfernt hätte umgesetzt werden sollen, war ein Jahr später Pleite gegangen.

«Wir sind mit dem Gerichtsentscheid nicht einverstanden und werden uns dagegen wehren», sagte CS-Sprecherin Nicole Sharp gegenüber dem «Wall Street Journal». Die Bank hatte argumentiert, die US-Immobilienkrise sei für den entstandenen Milliarden-Verlust verantwortlich.

Der Fall ist nicht der einzige Rechtsstreit der Credit Suisse wegen Krediten für Überbauungen in den USA. Der Kläger, der Hedgefonds Highland Capital, und andere Investoren machen die Credit Suisse dafür verantwortlich, dass sie bei verschiedenen Projekten Geld verloren haben.