CS und UBS stehen erneut unter Manipulationsverdacht

Die UBS und die CS stehen wieder vor Gericht – wieder in den USA. Ein Pensionsfonds wirft den Grossbanken vor, den Markt mit Kreditausfallversicherungen jahrelang manipuliert zu haben. Eine Klage wurde eingereicht.

Der Vorwurf des Metallarbeiter-Pensionsfonds: Die Schweizer Grossbanken und zehn weitere Institute hätten auf dem 27 Billionen Dollar schweren Markt für Kreditausfallversicherungen (CDS) jeglichen Wettbewerb verhindert. Über Jahre hinweg sei manipuliert und damit die Kosten für Investoren in die Höhe getrieben worden.

«Der CDS-Markt war klar aufgeteilt zwischen denen, die ihn kontrollieren und verzerren, und denjenigen, die sich fügen mussten.» Die Preise seien künstlich und nicht marktgerecht entstanden.

Absicherung gegen Zahlungsunfähigkeit

Der Pensionsfonds reichte im Bundesstaat Illinois Klage ein. Angestrebt wird eine Sammelklage. Die Aussichten dafür dürften von parallel laufenden Kartellrechtsuntersuchungen des US-Justizministeriums und der EU-Kommission abhängen. Sie gehen dem Vorwurf nach, die Banken hätten gemeinsame Sache gemacht, um einen Wettbewerb auf dem CDS-Markt zu verhindern.
 
Mit Kreditausfallversicherungen sichern sich Investoren gegen die Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen oder Ländern ab. Mit ihnen kann aber auch auf die Bonität eines Schuldners gewettet und dieser damit in Bedrängnis gebracht werden, was CDS in Verruf gebracht hat. Banken haben als zwischengeschaltete Institutionen den Handel mit diesen Papieren ermöglicht.