Das Bier-Land Schweiz

Mit der Giganten-Fusion auf dem internationalen Biermarkt kommt künftig weltweit jedes dritte Bier aus demselben Konzern. Eine Konzentration, wie sie der Schweizer Markt schon länger kennt. Welche Schweizer Traditionsmarken mittlerweile unter wessen Dach gebraut werden, zeigt unsere Übersicht.

Ende der 1990er-Jahre hatte die Globalisierung endgültig auch den Schweizer Bier-Markt erreicht. Sieben Jahre nach Heineken griff auch der dänische Konkurrent Carlsberg zu.

Mancherorts war der Aufschrei gross, als die liebgewonnenen lokalen und regionalen Marken in ausländische Hände gerieten und die Mutterkonzerne die Schliessung lokaler Produktionsstandorte anordneten. In einer Gegenbewegung entstanden kleine Brauereien, die auf lokale Identität setzten. Und dieser Trend hält bis heute an, eine Sättigung scheint nicht absehbar.

Zwar kamen im vergangenen Jahr über 94 Prozent des in der Schweiz gebrauten Bieres aus den zehn grössten Brauereien. Dies zeigen Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung. «Trotzdem verzeichnen wir dieses Jahr eine aussergewöhnliche Zunahme um etwa 100 Brauereien», sagt Patrick Richner von der zuständigen Sektion Tabak- und Biersteuer. Es handle sich dabei ausnahmslos um kleine, regionale Brauereien.

Registrierte Brauereien in der Schweiz

Legende:
Im Oktober 2015 waren bei der Eidgenössischen Zollverwaltung 587 Brauereien registriert.
1 bis 2 Brauereien
3 bis 20 Brauereien
21 bis 40 Brauereien
41 bis 70 Brauereien
71 und mehr Brauereien

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Gigantische Bier-Fusion: Der Drang zur Grösse

    Aus Tagesschau vom 13.10.2015

    Der belgische Bierbrauer Anheuser-Busch-InBev will die britische SAB Miller schlucken, die Nummern eins und zwei am Markt. Marken wie Corona, Leffe, Grolsch oder Pilsener Urquell kämen so unter ein Dach. Es ist eine der grössten Fusionen der Wirtschaftsgeschichte.