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Wirtschaft Das Bier-Land Schweiz

Mit der Giganten-Fusion auf dem internationalen Biermarkt kommt künftig weltweit jedes dritte Bier aus demselben Konzern. Eine Konzentration, wie sie der Schweizer Markt schon länger kennt. Welche Schweizer Traditionsmarken mittlerweile unter wessen Dach gebraut werden, zeigt unsere Übersicht.

Ende der 1990er-Jahre hatte die Globalisierung endgültig auch den Schweizer Bier-Markt erreicht. Sieben Jahre nach Heineken griff auch der dänische Konkurrent Carlsberg zu.

Mancherorts war der Aufschrei gross, als die liebgewonnenen lokalen und regionalen Marken in ausländische Hände gerieten und die Mutterkonzerne die Schliessung lokaler Produktionsstandorte anordneten. In einer Gegenbewegung entstanden kleine Brauereien, die auf lokale Identität setzten. Und dieser Trend hält bis heute an, eine Sättigung scheint nicht absehbar.

Zwar kamen im vergangenen Jahr über 94 Prozent des in der Schweiz gebrauten Bieres aus den zehn grössten Brauereien. Dies zeigen Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung. «Trotzdem verzeichnen wir dieses Jahr eine aussergewöhnliche Zunahme um etwa 100 Brauereien», sagt Patrick Richner von der zuständigen Sektion Tabak- und Biersteuer. Es handle sich dabei ausnahmslos um kleine, regionale Brauereien.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Pascal Schaad (Pascal Schaad)
    Leider fehlt in dem Bericht, die Brauereien zu erwähnen, die noch nicht hochindustriell mehrheitsfähiges Bier produzieren. Die kleinen, nur unter Bierkennern bekannten Manufakturen, welche die Craft-Biere noch mit viel Herzblut ihre Spezialbiere herstellen. Im speziellen zu erwähnen die Brauerei Napf mit der schwarzen Spinne , die Brauerei Kloster Fischingen mit ihrem IPA oder die Biermanufaktur Schaad mit dem MangoChili Bier.
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  • Kommentar von Hans Zaugg (Hans Zaugg)
    Und wer die Einheitspfütze nicht trinken mag, kann sich mit bescheidenem Aufwand im Keller sein eigenes Bier brauen-und schon haben wir eine Mini-Mikro-Brauerei mehr in der Schweiz.
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    1. Antwort von Hannes Wenger (Lammfleisch)
      Mach ich, und kann's nur weiterempfehlen. Wobei ich den Aufwand nicht unbedingt als bescheiden bezeichnen würde, ein paar Stunden bist du schon dran, um den Vorrat aufzustocken. Aber lohnen tut sich's auf alle Fälle. Das eigene Bier ist definitiv besser als alles, was man kaufen kann.
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  • Kommentar von Daniel Stich (StiD)
    Also wer sich heutzutage als Bierliebhaber bezeichnet und die Einheitssosse der Biermultis trinkt, der muss unter akuten Gefahr des Verdurstens leiden. Wie der Bericht zeigt, gibt es mittlerweile genügend Schweizer Brauereien, die Alternativen brauen, die nach etwas schmecken. Und wem das nicht genügt: Es gibt auf der Welt unzählige, interessante Microbrauereien, deren Erzeugnisse man auch in der Schweiz bei spezialisierten Importeuren oder Bierbars geniessen kann.
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