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Wirtschaft Das Geschäft mit dem Geschäft: Die Profiteure der Start-ups

Die Schweiz ist im Gründungsfieber: Bis Ende Jahr werden voraussichtlich 40‘000 Neueintragungen im Handelsregister vorgenommen – ein Rekord. Der grosse Durchbruch lockt, doch zuerst müssen viele Hürden genommen werden. Diese machen sich wiederum andere Firmen zunutze.

Männer bei einer Besprechung
Legende: Geldbeschaffung für Start-Ups ist nicht einfach. SRF

Michele Blasucci hat sein Geschäftsmodell auf Jungunternehmer wie Marcel Keller ausgerichtet. Der Jurist verdient mit seiner Firma «Startups.ch» sein Geld mit jenen, die sich nicht mit dem administrativen Aufwand einer Firmengründung herumschlagen wollen. «Als junger Jurist musste ich viele Firmen gründen und habe gemerkt, dass die Muster immer ein wenig dieselben sind». Das brachte ihn auf die Idee, eine Online-Plattform für Firmengründungen aufzubauen.

Doch die eigentliche Firmengründung ist nur ein Teil des Geschäfts. Die Zusammenarbeit mit Partnerfirmen wie Postfinance und AXA Winterthur ist für Blasucci ebenso wichtig. Denn wer bei «Startups.ch» gründet und eine Versicherung abschliesst, dem bezahlt AXA einen Teil der Gründungskosten – und gewinnt so Kunden.

Schwierige Kapitalsuche

Wenn eine Firma gegründet wird, muss Kapital beschafft werden. Vor allem für Jungunternehmer ohne Netzwerk kann dies zum Problem werden. Die Crowdfunding-Plattform mit Namen «Investiere» um Steffen Wagner möchte dieses Problem beheben – und mit der Kapitalvermittlung Geld verdienen.

Auf seiner Online-Plattform wählt er jene Start-ups aus, in welche die Investorengemeinschaft anlegen soll. Bevor es ein Unternehmen auf die Plattform schafft, muss ein mehrstufiger Selektionsprozess durchlaufen werden. Genügt ein Unternehmen den Anforderungen, legen die Investoren im Durchschnitt 25‘000 Franken an.

Risiko bleibt hoch

Das Risiko für die Investoren bleibt aber trotz Selektion hoch. Vor drei Jahren hat «Investiere» die ersten Unternehmen finanziert, bis jetzt ist ein grosser Durchbruch ausgeblieben. Laut Wagner sollen die ersten Firmen in 1 bis 2 Jahren einen Erfolg verbuchen können – und dies ist auch nötig: «Da wir mitbeteiligt sind, ist das unsere Haupteinnahmequelle».

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