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Wirtschaft Das Geschäft mit der Eitelkeit boomt

Geht es der Wirtschaft schlechter, sind die Menschen zurückhaltender bei den Konsumausgaben, heisst es in der Ökonomie. Doch in einem Bereich wird selten gespart: bei der Eitelkeit.

Nahaufnahme von einer Lippe, die bepinselt wird.
Legende: Weltweit geben die Menschen über 200 Milliarden Franken für Kosmetika aus. SRF

«Lippen sind nicht dazu geschaffen, beige zu sein», sagte bereits die amerikanische Kosmetik-Königin Estée Lauder. Deshalb werden seit Tausenden von Jahren Lippen bemalt, Haare gefärbt, Nägel lackiert und Wangen geschminkt. Seit es Menschen gibt, sorgt der Wunsch nach einem schöneren Aussehen für eine nicht versiegende Nachfrage nach Kosmetikprodukten. Zahlen der Privatbank Julius Bär zeigen nun: Über 200 Milliarden Franken gaben die Menschen im Jahr 2015 dafür aus.

Günstige Bedingungen

200 Milliarden Franken – das sind fast 1 Prozent der weltweiten Konsumausgaben. In den letzten Jahren ist der weltweite Markt für Kosmetik-Artikel immer stärker gewachsen als die Weltwirtschaft. Insbesondere die zunehmende Kaufkraft in den Schwellenländern beschere der Branche derzeit steigende Umsätze, erklärt Christian Gattiker, Chefstratege bei der Privatbank Julius Bär.

Aber auch in den Industrieländern werde mehr konsumiert: «Wegen der derzeit tiefen Rohstoffpreise haben aber auch die Menschen bei uns wieder mehr Geld in der Tasche», so Gattiker.

Trend dürfte sich fortsetzen

Julius Bär rechnet damit, dass sich der globale Markt für Schönheitsprodukte bis in zehn Jahren verdoppelt – insbesondere wegen der weltweit alternden Bevölkerung und der wachsenden Mittelschicht in den Schwellenländern. Davon profitiert laut Christian Gattiker die gesamte Kosmetikindustrie. Bei dieser sei das Wachstum stabil – und das langfristig gesehen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Nun, eine gepflegte Frau ist halt um vieles "gluschtiger" als eine Ungepflegte die aussieht wie ein alter Mehlsack... Meine Frau hat jeden Tag Make-up aufgelegt, Augenbrauen nachgezogen Schatten gesetzt und etwas rouge aufgetragen.. dafuer bin ich ihr heute noch dankbar... Ich hatte immer auch ohne Botox eine attraktive Frau an meiner Seite... danke dass es Kosmetik gibt! Ich hatte auch nie die Notwendigkeit, eine "Juengere" zu suchen..
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    1. Antwort von Alex Bauert (A. Bauert)
      Eine Frau, die sich nicht jeden Tag anmalt ist sexuell nicht attraktiv («gluschtig»), dazu ungepflegt und «sieht aus wie ein alter Mehlsack»? Sie selber halten sich ohne solche Mittel sicher für (sexuell) attraktiv? Wahrscheinlich wegen ihrem Bankkonto. Dass solche Kommentare überhaupt gebracht werden, finde ich schon sehr bedenklich.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Schönheitsbehandlung mit dem giftigen Botox sollte jede/r, der/die sich damit verschönern will, bitter büssen müssen. Die armen Tiere, aus denen der Giftstoff herausgepresst wird und Schmerzen verursacht, müssen um der Eitelkeit willen bittere Leiden durchstehen. Es gibt auch alternative Kosmetika, um sich zu verschönern, die keine Tierversuche bedingen, wie die - natürlich noch primitiven - Beispiele von Tausenden von Jahren zeigen.
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  • Kommentar von Lucas Kunz (L'art pur l'art)
    Die Kosmetikprodukte werden zu Preisen verkauft, wo die Herstellungskosten ein paar wenige Rappen ausmachen, das Produkt aber dann zu Mondpreisen in den schicken Läden angeboten werden. Meist ist es so, dass die Verpackung das teuerste daran ist. Es ist nicht schwer, gar selbst Top-Cremes selbst herzustellen. Dann werden dir die Preise in den Geschäften noch absurder vorkommen.
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