Datenroaming nimmt um 360 Prozent zu

Die Schweizer Mobilfunkindustrie hat 2012 mit den internationalen Roamingdiensten 857 Millionen Franken erwirtschaftet. Massiv zugenommen haben die übertragenen Datenmengen – um 360 Prozent im Vergleich zu 2011.

Internationales Roaming ermöglicht den Mobilfunkteilnehmenden, auch im Ausland unter der angestammten Mobilfunknummer erreichbar zu sein.

Im vergangenen Jahr haben vor allem haben die im Ausland übertragenen Datenmengen zugenommen: 330,6 Millionen Megabytes Daten wurden übertragen, beziehungsweise heruntergeladen. Dies entspricht einer Zunahme um 365,9 Prozent gegenüber 2011. Dies geht aus der vom Bakom veröffentlichten nationalen Statistik über das internationale Roaming hervor.

2012 wurden zudem Roaming-Gespräche mit einer Gesamtlänge von 286,5 Millionen Minuten (-6,2 Prozent im Vorjahresvergleich) für ausgehende und 205 Millionen Minuten (1,3 Prozent) für eingehende Anrufe getätigt.

Im europäischen Vergleich erscheine die Schweiz bei Sprach- und SMS-Roamingdiensten beim Aufenthalt innerhalb Europas vergleichsweise teuer, so das Bakom. Im Bereich Datenroaming könne aber von einem vergleichbaren Preisniveau gesprochen werden.