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Wirtschaft Detailhandel im Sinkflug

Vier Monate am Stück sind die Umsätze im Detailhandel schon gesunken. Auch der Juni brachte keine Trendwende. Die Umsätze liegen sogar vier Prozent unter dem Wert vom Juni 2015.

Legende: Video Harte Zeiten für den Detailhandel abspielen. Laufzeit 1:42 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.08.2016.

Die Schweizer Detailhändler haben im Juni weniger verkauft als ein Jahr zuvor. Die Umsätze sind weiterhin rückläufig.

Im Juni 2016 nahmen sie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat real, also bereinigt um Verkaufs- und Feiertagseffekte, um 3,9 Prozent ab, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Schon in den vier Monaten zuvor waren die Umsätze gesunken.

Umsatzeinbussen in allen Bereichen

Der Detailhandel ohne Treibstoffe verzeichnete dabei im Vorjahresvergleich real ein Minus von 3,7 Prozent. Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte ein Minus von 1,7 Prozent, während der Nicht-Nahrungsmittelsektor wiederum ein reales Minus von 5,1 Prozent registrierte.

Im Vergleich zum Vormonat gingen die realen Detailhandelsumsätze saisonbereinigt um 0,5 Prozent zurück. Ohne Treibstoffe nahm der Umsatz um 0,5 Prozent und ab. Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren ist real um 0,7 Prozent gesunken und hat im Nicht-Nahrungsmittelsektor um 0,6 Prozent abgenommen.

Einkaufstourismus macht Schweizer Läden zu schaffen

Bereits im Gesamtjahr 2015 hatte der Detailhandel einen Umsatzrückgang verzeichnet. Gemäss dem Institut Bakbasel war er sogar historisch tief. Grund dafür waren Preissenkungen und Einkaufstourismus. Auch im laufenden Jahr wird der Frankenschock wohl noch weiter Spuren in den Kassen der Detailhändler hinterlassen.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Patrik Christmann (Politik für die Schweizer)
    Für was für allerlei Schlussfolgerungen der CH-Konsum im benachbarten Ausland in diesem Forum herhalten muss, finde ich doch ziemlich haarsträubend. Wieso soll es moralisch bedenklich sein für eine möglichst unabhängige&freie Schweiz einzustehen und trotzdem Produkte aus dem Ausland einzukaufen? Ein freier globaler Markt und Nationalstaaten die politisch weitgehend unabhängig&selbständig sind, schliessen sich keineswegs gegenseitig aus.
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (SVP-Hinterfrager)
      Spannender Ansatz... Auf der einen Seite zelebriert man den bedingungslosen Patriotismus &auf der anderen Seite will man dann möglichst vom nahen Ausland fett profitieren,indem man den CH-Detailhändler klassisch ausbremst.Dann spricht man genüsslich von «global».Selbst gestandene SVP-Politiker haben mit ihren Aufrufen kund getan,dass es unpatriotisch sei,im Ausland einzukaufen,schon vergessen?Fadenscheinige Ausflüchte & dünne Begründungen müssen dann die eigene Gier kaschieren helfen.Tiefblicke!
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  • Kommentar von Patrik Christmann (Politik für die Schweizer)
    Die Ursache für die Umsatzrückgänge des CH-Detailhandel liegt an den zu grossen Preisunterschieden zwischen CH und den Nachbarländern. Ein Preisunterschied bis zu +20% in CH für höhere Löhne und Mieten ist nachvollziehbar. Einige Produkte kosten in CH aber bis zu mehrere 100% mehr als im Ausland. Es sind Unternehmungen die vorhandene Rahmenbedingungen aus dem Markt&Gesetz ausnutzen um den CH-Konsumenten abzuzocken. In einer freien globalisierten Welt muss der Kunde kaufen können wo er will.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Mir muss auch neimand erzählen, dass unsere Grossen Händler die Wahren nicht zu den selben Preisen einkaufen wie die Händler in der EU. Da zieht bei 3000Fr Lohnkosten für das Personal in der CH im Schnitt auch das Lohnargument nicht mehr. Denn 1500 Euro Netto in der EU entspricht ca. 3000Fr Brutto in der CH, also kein höherer Lohn in der CH den sie bezahlen müssen, wie immer gejammert von den Grossen. Aber die Gewinne der Grossen, die sind doppelt so hoch wie in der EU, das ist die Wahrheit.
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