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Wirtschaft Deutscher Energieriese RWE unter Druck

Der Stellenabbau bei RWE geht weiter: Deutschlands grösster Stromproduzent streicht zusätzlich 6750 Stellen. Betroffen sind vor allem Angestellte in den Gas- und Kohlekraftwerken. Doch auch die Verwaltung muss schrumpfen.

AKW lassen ihren Rauch raus.
Legende: Dunkle Wolken über den Kernkraftwerken des Energiekonzerns RWE. Reuters

6'200 Stellen hat der deutsche Energiegigant RWE in den letzten zwei Jahren bereits abgebaut. Nun will der Konzern angesichts stark rückläufiger Gewinne bis 2016 noch weitere 6'750 Jobs streichen. Das entspricht jedem zehnten Arbeitsplatz.

Der Konzern begründet den drastischen Einschnitt mit den Problemen auf dem Energiemarkt: Ökostrom aus Wind- und Sonnenkraft verdrängt in Deutschland zusehends die Energie aus herkömmlichen Quellen, etwa aus Gas- und Kohlekraftwerken.

Strompreis unter Druck

Folglich kann RWE seine Werke nicht mehr auf Hochtouren laufen lassen. Der Konzern überlegt sich, einige sogar ganz stillzulegen. Hinzu kommt, dass das grosse Angebot an Ökostrom den Strompreis an der Börse unter Druck gebracht hat. Auch darunter leidet RWE.

Deshalb greift der Energieversorger zum Rotstift. Betroffen seien vor allem Angestellte in der Kraftwerksparte, aber auch in der Administration, die zentralisiert werden soll.

Dividende halbiert

Neben der Belegschaft bekommen aber auch die Aktionäre den Spardruck zu spüren. Ihre Dividende wird halbiert, wie der Konzern bereits vor ein paar Wochen bekannt gegeben hat. Das trifft unter anderem Städte wie Dortmund oder Essen, die am Konzern beteiligt sind.

Ob das alles reicht, um RWE wieder auf Kurs zu bringen, ist offen. Experten gehen davon aus, dass das nicht die letzte Sparübung des Konzerns ist.

6 Kommentare

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  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    Eigentlich doch ein gutes Zeichen. Wird hier doch indirekt die Wettbewerbsfähigkeit der ökologischen Stromerzeugung bestätigt.
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    1. Antwort von H.-P. Müller, Zürich
      Falsch! Es wird direkt bestätigt, wie massive Subventionen den Markt ausspielen und Arbeitsplätze in D vernichtet und in China schafft (Ausrüstung für erneuerbare Energien kommt vornämlich aus China). Mfg
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    2. Antwort von K.D.Waldeck, Bellinzona
      Dann muss man halt die Subventionspraxis genauer unter die Lupe nehmen und notfalls SCHNELL anpassen, ohne dabei die Bestrebungen und Umstellungsbemühungen zu alternativen Energien abzuwürgen.
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    3. Antwort von R.käser, Zürich
      @Müller noch falscher! AKW's werden sogar von Menschen subventioniert die noch garnichtts davon wissen. Von Menschen die in der Zukunft leben werden und das soll und darf nicht sein!
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    4. Antwort von H. Wach, Luzern
      Noch falscher. Kerntechnologie wird seit Jahrzehnten mit Steuergeldern subventioniert. Dito Atommüll. Noch schlimmer. Atommüll wird sogar über 1000e Jahre durch kommende Generationen - verfassungswidrig - subventioniert. Kohle wurde & wird seit Jahrzehnten zwecks Erhaltung von Arbeitsplätzen subventioniert. Erneuerbare Energieträger stehen nachhaltig gratis zur Verfügung. Weil die Atom- & Kohle-Lobby das nicht will, müssen (leider) Subventionen her. RWE wollte es nicht wahrhaben.
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    5. Antwort von H.-P. Müller, Zürich
      Wozu Subventionen, wenn die EE gratis sind?! Und was machen wir mit dem Hochgiftigen Abfall aus Photovoltaikanlagen, der niemals zerfellt und auf ewig giftig bleibt? Und was machen wir mit dem CO2, welcher ausgestossen wird, weil kein Wind bläst und keine Sonne scheint (in D immerhin ca. 80% des Gesamtverbrauchs)?!
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