Deutschland erarbeitet Milliarden-Überschuss

Während die Wirtschaft in Europa nur langsam aus der Krise findet, wächst die Konjunktur in Deutschland beachtlich. Der deutsche Staat nahm deshalb deutlich mehr ein, als er ausgab.

Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen nahmen im ersten Halbjahr zusammen 8,5 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Das entspricht 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit.

Zu verdanken ist dies unter anderem der stabilen Entwicklung der deutschen Wirtschaft: Nach einem schwachen Winterhalbjahr wuchs diese im zweiten Quartal um 0,7 Prozent.

Wachstumstreiber waren die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben. Erstmals seit langer Zeit zogen auch die Investitionen wieder deutlich an, vor allem in der Bau-Branche, die nach dem kalten Winter viel nachzuholen hatte. Der Aussenhandel lieferte ebenfalls einen Beitrag zum Aufschwung.

Schwung für Euro-Zone

Die Geschäfte der Industrie und der Dienstleister der Euro-Zone wuchsen im August so kräftig wie seit zwei Jahren nicht mehr. Dazu trug nicht nur Deutschland bei, sondern auch Krisenländer wie Spanien. Auch Chinas stabilere Entwicklung belebt die Weltkonjunktur. Die Arbeitslosigkeit dämpft aber den Aufschwung der Euro-Zone. Sie schwächt den Konsum.