Die Alu-Branche ist das Barometer der Wirtschaft

Die Zahlen des Aluminumherstellers Alcoa wecken Hoffnung auf eine Konjunkturerholung. Alcoa präsentiert jeweils als erster namhafter Konzern der USA seine Quartalszahlen. Und weil Aluminium in so vielen Branchen eingesetzt wird, gilt der Konzern gilt als eine Art Konjunkturbarometer.

Arbeiter entladen Aluminiumteile von der Ladefläche eines Transportfahrzeugs

Bildlegende: Alcoa befindet sich im Umbau: Unrentable Geschäftszweige wie etwa die Schmelzerei in Australien werden geschlossen. Reuters

Vor allem in der Automobil- und Luftfahrtindustrie war die Nachfrage nach Aluminium in den letzten Monaten gross. Das hat beim Alu-Produzenten Alcoa zu mehr Gewinn und mehr Umsatz im 3. Quartal geführt. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar, der Gewinn nahm von 24 auf 149 Millionen Dollar zu.

Das sind gute Aussichten, denn Alcoa ist einer der grössten Aluminiumhersteller weltweit und hat Kunden in wichtigen Branchen: Neben der Auto- und Flugzeugindustrie auch in der Verpackungs- und Bauindustrie.

Alu-Bedarf steigt weltweit

Wird viel Aluminium gekauft, heisst das, die Industrie läuft gut. Deshalb werden die Zahlen von Alcoa jeweils quasi als Fiebermesser für die Konjunktur gesehen – In erster Linie für das Heimatland des Konzerns: die USA.

Glaubt man den Zahlen von Alcoa, müsste es in den USA bergauf gehen. Das deckt sich auch mit den Prognosen des internationalen Währungsfonds. Auch von dort hiess es Anfang Woche: Mehr Wachstum für die USA, als noch im Frühling vorausgesagt. Die Aussichten sind aber nicht nur für die USA positiv, zumindest wenn man den Prognosen von Alcoa vertraut: Weltweit soll die Nachfrage nach Aluminium in diesem Jahr um sieben Prozent steigen.