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WEF in Davos «Die Konferenz hat ein Motto? – Wusste ich nicht»

Legende: Video Was bringen die WEF-Mottos? abspielen. Laufzeit 02:23 Minuten.
Aus 10vor10 vom 16.01.2017.

Es gehört zum WEF wie die Staatschefs und Konzernchefs, die exorbitanten Zimmerpreise oder die Scharfschützen auf dem Dach: das Motto. Immer ist es englisch, immer sind es grosse Worte, die die Erwartungen hochhalten.

Ein WEF-Motto? Sagt mir nichts.
Autor: WEF-Teilnehmer

Nur: Fragt man unter den Teilnehmern, haben viele keine Ahnung, dass es überhaupt ein Motto gibt: «Das WEF hat jedes Jahr ein Motto? Nun, das wusste ich nicht», meint ein englisch sprechender Besucher. «Ein WEF-Motto? Sagt mir nichts», sagt ein anderer.

Aber es existiert. In diesem Jahr lautet es Responsive and responsible leadership. Die WEF-Teilnehmer sollen also über anpassungsfähige und verantwortungsvolle Führung reden. Bloss: was heisst das? WEF-Teilnehmer Swami Agnivesh, ein hoher Geistlicher aus Indien, mit einem Erklärungsversuch: «Gnädiger Gott, das versuchen wir alle herauszufinden. Nun, die Welt verändert sich dramatisch, und das heisst, wir müssen darauf reagieren.»

WEF-Gründer prägt das Motto

Hinter dem jeweiligen Motto steht nicht zuletzt Klaus Schwab. Er redet beim Festlegen des Mottos ein gewichtiges Wort mit: «Wir sind heute eine Stiftungsleitung von acht Personen. Und meistens ergibt sich ein Konsens. Natürlich habe ich als Gründer vielleicht ein wenig ein grösseres Gewicht.»

Die Teilnahme am WEF ist auch eine gewisse Verpflichtung.
Autor: Klaus SchwabWEF-Gründer

Aber erreichen die Mottos die Teilnehmer wirklich? Schwab sagt: «Wir hoffen. Das WEF ist ja auch ein Arbeitsengagement, und das fordert doch eine gewisse Verpflichtung.» Da stimmen auch viele WEF-Teilnehmer zu, die zuvor gar nicht wussten, dass es überhaupt ein WEF-Motto gibt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Teilnehmen, um gesehen zu werden, Cüpli zu trinken und Häppchen zu essen, fein zu dinieren und den besten Tropfen zu schlürfen.
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  • Kommentar von Philipp Etter (Philipp Etter)
    Forcierte Globalisierung ist die effizienteste Form, staatliche Macht, egal ob es sich dabei um eine Form der Demokratie oder eine Diktatur handelt, an die Wirtschaft abzugeben. Damit ist sie auch der effizientester Promotor der Umverteilung von arm nach reich. Das WEF ist eine Party für überwiegend narzisstische bis psychopathische Akteure, die dieser Ideologie huldigen, wo ihnen mannigfaltige Bühnen zur Selbstdarstellung geboten werden.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Am WEF geht es wahrscheinlich hauptsächlich lediglich nur ums Net-Working der elitären Eliten untereinander. Das jeweilige Motto der Verantstaltung selber ist da eher eine Nebensache. Nach wie vor haben gerade aber diese elitären Eliten nicht begriffen, dass diese Globalisierungen auch sehr ernste Probleme schafft. Genau das wird uns alljährlich immer wieder neu gezeigt. Eine reine Show fuers Ego läuft da ab.
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